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Schweizer Detailhandel stabilisiert sich langsam

Perfekter Standort: Die neue Digitec-Filiale an der Laupenstrasse 18 ist nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof Bern entfernt.

Volle Lager: Digitec Galaxus in Bern.

Der Onlinehandel machte dieses Jahr eine Milliarde Franken mehr Umsatz. Dieser Wachstum geht klar auf Kosten des stationären Handels.

Veröffentlicht am 18.06.2019

Der Schweizer Detailhandel zeigt erste Anzeichen der Stabilisierung. Der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend konnte laut der Studie "Detailhandel Schweiz 2018" des Marktforschungsunternehmens GfK abgebremst werden.

Am Horizont gibt es wieder erste positive Signale, wie der am Dienstag veröffentlichten Publikation zu entnehmen war. Konkret ist Jahresumsatz der gesamten Branche im vergangenen Jahr mit 91,3 Milliarden Franken in etwa stabil geblieben. Im Jahr 2010 waren es allerdings noch 96,2 Milliarden. Im Zeitraum von 2010 bis 2018 sind die Umsätze damit jährlich um 0,5 Prozent geschrumpft.

Online legt weiter zu

Erneut gewachsen ist hingegen der Online- und Versandhandel. Im sogenannten Distanzhandel wurden 2018 mit 9,5 Milliarden Franken rund 1 Milliarde mehr umgesetzt als im Vorjahr. Dieses Wachstum gehe klar zulasten des stationären Handels, hiess es dazu.

Daher sei es auch von grosser Bedeutung, dass der On- und Offlinehandel effizient miteinander verknüpft werden, so der Befund der Studie. Dazu müsse auf veränderte Kundenbedürfnisse und die steigenden Anforderungen an die Logistik reagiert werden.

Discounter erneut gewachsen

Auf der Seite der Gewinner platzieren sich laut GfK aber nicht nur der Onlinehandel, sondern auch die Discounter. Hinter den Umsatzriesen Migros und Coop folgen die Supermarktketten Denner und Aldi. Diese verzeichneten im letzten Jahr hierzulande ein Umsatzwachstum von 4,2 bzw. 5,7 Prozent

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