Seit sieben Jahren verkauft der bekannte Ski-Hersteller Stöckli auch eigene Velos. Mitte des nächsten Jahres wird damit Schluss sein: Die Luzerner geben ihre Marke auf, wie sie heute mitteilten. Fahrräder wollen sie zwar weiterhin verkaufen – aber statt Stöckli-Bikes haben sie in ihren Läden künftig jene von BMC, Flyer und BiXS im Angebot.

Mit den eigenen Velos war Stöckli durchaus erfolgreich, wie Marketingchef David Kistler zu handelszeitung.ch sagte. «Wir haben damit Geld verdient.» Rund 4000 Stück verkauft das Unternehmen pro Jahr, es hat ein Vollsortiment mit E-Bikes und Rennrädern. Stöckli gibt die Marke auf, weil sich das Geschäft verändert habe. Hersteller müssten immer mehr in die Entwicklung investieren und immer schneller Innovationen bieten.

Der Markt für Velos in der Schweiz wird immer umkämpfter. Kürzlich ist beispielsweise auch die Migros ins Geschäft eingestiegen, der Detailhändler hat eine eigene Kette von Fachmärkten gestartet.

Niemand verliert die Stelle

Stöckli will im Geschäft mit Velos aber auch ohne eigene Marke Erfolg haben. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, zum wichtigsten Fachhändler für BMC, Flyer und BiXS zu werden. Für Mitarbeiter habe der Verzicht auf die Velomarke keine Folgen, alle würden weiterbeschäftigt. Die Velos wurden nur in Luzern entwickelt, produzieren liess Stöckli sie in Asien.

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Das Unternehmen will nun stärker auf sein Stammgeschäft mit Ski setzen. Besonders in China und USA wollen die Luzerner wachsen. In den USA ist Stöckli seit letztem Jahr mit einer eigenen Tochterfirma präsent, in China verkauft das Unternehmen die Skis derzeit noch über Partner. Noch gehört das Land zwar nicht zu den wichtigsten Märkten für das Unternehmen. Stöckli möchte das ändern. «Wir sehen dort viel Potential», sagt Kistler.