Durch Covid-19 hat das Leben in der grossen Stadt an Reiz verloren. Doch für einen Abgesang auf die Grossstädte ist es zu früh. In letzten Jahren sind Metropolen rund um die Welt stark gewachsen – auch in der Schweiz: Zürich hat in den 2010er-Jahren über 73'000 Bewohner hinzugewonnen. Dieser Trend dürfte nach Ende der Pandemie wieder an Fahrt gewinnen.

Wenn der «Megatrend zur Urbanisierung» anhält, stellt sich die Stadt Zürich auf eine halbe Million Einwohner bis 2035 ein. Damit all diese Menschen eine Bleibe finden, braucht es Tausende zusätzliche Wohnungen.

Eine neue Studie des Forschungsinstituts DIW Econ für die Immobilienfirma Wiener Komfortwohnungen hat jetzt den Bedarf geschätzt: Alleine von 2020 bis 2030 sind 40'000 neue Einheiten nötig. Diese Prognose stützt sich auf der Annahme, dass sich im Schnitt zwei Stadtzürcher ein Apartment teilen. Und dass jede Stadtzürcherin auf gut 40 Quadratmetern lebt.

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Andere europäische Metropolen müssen den Wohnungsbau noch stärker ankurbeln. Wien benötigt in den nächsten zehn Jahren 110'000 neue Wohnungen, Berlin muss um 169'000 Einheiten erweitert werden. Und der Grossraum London muss gar 410'000 neue «Flats» bekommen.

(mbü)