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Toblerone-Besitzer Mondelez verklagt Zurich wegen Cyberattacke

RYAZAN, RUSSIA - JUNE 28, 2017: A message related to the Petya ransomware projected on a young man with a laptop computer; on 27 June 2017 a variant of the Petya ransomware virus hit computers of companies in Russia, Ukraine, and other countries in a cyber attack. Alexander Ryumin/TASS (Photo by Alexander Ryumin\TASS via Getty Images)
Petya ist ein Erpressungstrojaner, der ohne Wissen des Benutzers alle Dateien im Computer verschlüsseltQuelle: Getty Images

Mondelez will von Zurich Entschädigung wegen der Attacke durch die Schadsoftware Petya. Der Rechtsstreit könnte zum Präzedenzfall werden.

Veröffentlicht am 10.01.2019

Der amerikanische Nahrungsmittelkonzern Mondelez, zu dem auch «Schweizer» Marken wie Toblerone oder Suchard gehören, hat gegen den Versicherer Zurich eine Klage in den USA eingereicht, wie die «Financial Times» berichtet. Konkret geht es darum, dass sich der Schweizer Versicherungskonzern weigert, für Schäden in der Höhe von 100 Millionen Dollar bei Mondelez durch eine «Petya»-Cyberattacke aufzukommen. 

Im Juni 2017 hatte diese Serie von Cyberangriffen mit der «Petya-Malware» begonnen. Die Erpressungs-Software forderte Lösegeld von den Unternehmen und verursachte Schäden in Milliardenhöhe. Die weltgrösste Reederei Moeller Maersk konnte wegen «Petya» sogar keine Aufträge mehr entgegennehmen

Wie geht man mit Schäden durch Cyberangriffe um?

Interessant ist der Rechtsstreit, weil er aufzeigen könnte, wie Unternehmen die aus Cyberattacken entstandenen Kosten und Verluste von Versicherungen entschädigt haben könnten, wie die britische Zeitung schreibt. Auch Robert Stines, ein Jurist der amerikanischen Kanzlei Freeborn, sagt in der «Financial Times», das sei ein ziemlicher grosser Fall. Er könnte die weltweiten Versicherungskonzerne bei der Cyber-Security zum Umdenken zwingen. 

Laut dem amerikanischen Gericht in Illinois wurden bei Mondelez damals 1700 Server und Zehntausende von Laptops dauerhaft zerstört. Dafür wollte die Zurich mit einer Zahlung von zehn Millionen Dollar aufkommen. Doch dann wies die Versicherung die Forderung zurück. Begründung: Es sei um eine «feindliche und kriegerische Handlung» gegangen.

(tdr/mbü)

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