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Berufung
Vekselberg wehrt sich juristisch gegen US-Sanktionen

MOSCOW, RUSSIA - FEBRUARY 7, 2018: Renova Group Board Chairman and Skolkovo Foundation President Viktor Vekselberg attends the International Economic Cooperation in New Realities Forum as part of the 2018 Russian Business Week. Artyom Geodakyan/TASS (Photo by Artyom Geodakyan\TASS via Getty Images)
Viktor Vekselberg: Der schwerreiche Russe wurde in der Ukraine geboren.Quelle: Getty Images

Viktor Vekselberg will die US-Sanktionen gegen ihn nicht hinnehmen: Offenbar versucht der Russe auf dem Rechtsweg, Washington umzustimmen.

Veröffentlicht am 07.12.2018

Viktor Vekselberg ist in Ungnade gefallen. Seit die USA gegen ihn Sanktionen erhoben haben, wird der russische Milliardär in der Geschäftswelt gemieden – und als Investor sind ihm die Türen verschlossen. Der US-Bannstrahl hat Vekselberg nach Schätzungen von Bloomberg bislang rund drei Milliarden Dollar gekostet.

Auf einen weiteren Teil seines Vermögens – geschätzte zwei Milliarden Dollar – habe er keinen Zugriff, weil es von Banken blockiert worden ist. Auch hierzulande musste der Wahlschweizer seine Beteiligungen bei Sulzer, OC Oerlikon und Schmolz & Bickenbach herunterfahren. Am Weltwirtschaftsforum in Davos ist er nicht mehr willkommen.

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Vekselberg sieht sich von den USA zu Unrecht gestraft – und wehrt sich nun offenbar juristisch: Laut « Bloomberg» haben seine US-Anwälte eine Petition eingereicht, um das Justizdepartement umzustimmen. Die Nachrichtenagentur stützt sich dabei auf Aussagen des Vekselberg-Sprechers Andrei Storkh.

Bestens vernetzt in den USA

Vekselberg will auch in der Schweiz den Rechtsweg beschreiten. Laut Medienberichten plant er eine Schadenersatzklage gegen Schweizer Banken in Höhe von 200 Millionen Franken. Dem Vernehmen nach haben Institute wie die UBS, die CS und Julius Bär Gelder von ihm eingefroren.

Viktor Vekselberg ist einer von rund hundert schwerreichen Russen, die von den USA mit Sanktionen belegt wurden. Die Konsequenz: US-Bürger und -Unternehmen dürfen keine Geschäfte mit ihm machen.

Dass Vekselberg im Frühjahr ins Visier der USA geriet, hat viele überrascht. Der 61-Jährige war in den Vereinigten Staaten gesellschaftlich sehr aktiv und gut vernetzt: So soll er über die Jahre die Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton getroffen haben. Er sei als geladener Gast zugegen gewesen, als Donald Trump seinen Amtseid ablegte, heisst es auch. Vekselbergs Frau, Kinder und Grosskinder lebten heute noch in den USA.

Diese Verbindungen haben die russischen Oligarchen zur Schweiz

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Mit ihren Sanktionen gegen Viktor Vekselberg nehmen die USA einen in der Schweiz wohlbekannten Geschäftsmann ins Visier: Der schwerreiche Russe steuert von Zürich aus mit der Renova-Management-Gruppe seine Beteiligungen bei Schweizer Industrieunternehmen. Neben Vekselberg haben auch weitere sanktionierte Russen einen Bezug zur Schweiz...
Quelle: Keystone

(mbü)