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Strompreise
Versorgung: Leere Stauseen beschäftigen Bund

Stauseen: Von Halbvoll auf 28 Prozent in einem Monat. Keystone

In den vergangenen Wochen haben sich die Stauseen in den Alpen schnell entleert. Die Stromkonzerne haben die extrem hohen Strompreise ausgenützt. Nun sind die Seen leer wie nie um diese Zeit.

Von Michael Heim
am 01.02.2017

Die Stauseen der Schweizer Wasserkraftwerke sind so leer wie noch nie um diese Jahreszeit. Das beschäftigt auch den Bund. Eine eigentlich erst in zwei Wochen angesetzte Sitzung der «Arbeitsgruppe Winter» von der Elektrizitätskommission (Elcom) und Branchenvertretern wurde auf diesen Donnerstag vorgezogen. Unter anderem, «um im Hinblick auf die tiefen Pegelstände der Speicherseen und die Kraftwerks- und Importverfügbarkeiten» eine aktuelle Lagebeurteilung vornehmen zu können, wie Elcom-Sprecher Simon Witschi gegenüber der «Handelszeitung» sagt.

Vergangenen Sonntag waren die Speicherseen nur noch zu 27,6 Prozent gefüllt. Im langjährigen Durchschnitt lag der Füllstand um diese Jahreszeit bei 44,1 Prozent (siehe Grafik). Selbst vor einem Jahr, als die mageren Wasserstromreserven breit diskutiert wurden, waren die Stauseen um diese Zeit noch zu 36,8 Prozent gefüllt – rund ein Drittel mehr.

Strompreise bis 19 Rappen

Grund für die leeren Speicherstände ist, dass die Kraftwerke in den vergangenen Wochen die hohen Strompreise genutzt haben, um ihre Bilanz aufzubessern. Alleine in der Woche bis zum 22. Januar jagten sie 7 Prozent der Speicherkapazitäten durch ihre Turbinen. Zeitweise wurden an der Strombörse bis zu 19 Rappen pro Kilowattstunde bezahlt.

Die engen Marktverhältnisse sorgten auch bei der Netzbetreiberin Swissgrid für hohe Kosten. Als im Januar während zwei Stunden das grosse Wasserkraftwerk Grand Dixence ausfiel, musste sie für das Aufbieten von Notreserven bis zu 10 Franken pro Kilowattstunde bezahlen.

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