Seit 20 Jahren steigen die Immobilienpreise fast ununterbrochen. Die Einkommen haben sich wesentlich schwächer erhöht. Der Schluss daraus ist klar: Ein immer kleinerer Teil der Bevölkerung kann sich ein Häuschen oder eine eigene Wohnung leisten. Doch dieser Befund gilt nicht absolut. In manchen Regionen sind Eigenheime durchaus erschwinglich.

Die Zürcher Kantonalbank hat analysiert, in welchen Kantonen sich besonders viele Bewohner ein Eigenheim leisten können. Verhältnismässig viele bezahlbare Objekte gibt es in den Bergkantonen Wallis, Graubünden und Glarus. In wirtschaftlich starken Kantonen wie Genf, Baselstadt oder Zug bleibt das Eigenheim hingegen einer Minderheit vorbehalten.

Nicht jede Wohnung ist teuer

Doch sogar im teuren Kanton Zürich lässt sich der Traum von den eigenen vier Wänden realisieren – wenn die Käufer nicht zu hohe Erwartungen haben. So kostet die Hälfte der 4-Zimmer-Eigentumswohnungen im Kanton weniger als eine Million Franken.

Drei Viertel der Zürcher Mieter können sich immerhin bis zu einem Fünftel aller passenden Angebote leisten. Die Objekte sind also ebenso gross wie die Mietwohnung, und mit ihrem Einkommen würden sie von der Bank eine Hypothek erhalten.

Der Seeblick lässt sich kaum bezahlen

Wer bei seinen Ansprüchen keine Kompromisse eingehen will, kann seine Suche ausweiten: Rund um den Zürichsee kommt pro Inserat nur etwa jede zehnte Zürcher Mieterin als Käufer infrage. Im Weinland oder rund um den Flughafen können sich hingegen pro Inserat etwa 15 bis 25 Prozent der Mieter bewerben.

Viele Mieter aus hochpreisigen Kantonen verwirklichen den Traum vom Eigenheim gleich in einem anderen Kanton: Zürcher kaufen Objekte im Thurgau oder Aargau, Baselstädter ziehen ins Baselland, und Genfer erwerben eine Immobilie im benachbarten Frankreich.