Beyond Gravity? WTF?

Ruag-International-Chef André Wall setzt zum Kahlschlag an. Alles, was der Ex-Staatskonzern in den letzten Jahren so zusammenramassiert hat, muss weg: Flugzeuge, Munition, Simulatoren, Flugzeugteile. Von 5700 Angestellten sollen nur 1200 beim Schweizer Konzern, der von Remo Lütolf (Ex-ABB-Schweiz) präsidiert wird, verbleiben. Selten hat ein so radikaler Abschied von einer bisherigen Strategie so wenig Aufsehen erregt. Ruag sieht sich künftig nur noch als Space-Konzern, quasi die helvetische Form von SpaceX oder Blue Origin (mehr zu diesen Hype-Firmen siehe hier). Logisch, muss da auch ein Name her, der nach Valley, Vision und Startup klingt. Heissen soll Ruag neu Beyond Gravity (im Logo natürlich in modischen Kleinbuchstaben). Es soll «Fortschritt für die Menschheit schaffen» und «Inkubator für Innovationen» sein. OMG! Mehr Buzz war selten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.
 

Wenn Geld vom Himmel fällt

Wie würden Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, reagieren, wenn Ihnen Finanzminister Ueli Maurer 1200 Franken schicken würde und Sie damit machen könnten, was Sie wollten? Einen neuen Anzug kaufen? Tesla-Aktien kaufen? Eine Ferienwohnung in Arosa mieten? Spenden? Sparen? Um die Folgen der Corona-Krise zu lindern, laufen in verschiedenen Ländern Experimente mit Helikopter-Geld. Also Geld, das quasi vom Himmel fällt. Kollege Marc Bürgi hat sich die Sache am Beispiel der USA angeschaut und beleuchtet Vor- und Nachteile. Bitte hier entlang.
 

Der Tesla-Rebound

Die vermeintliche Rache der Old Economy – Sie erinnern sich an die Lunch Topics von gestern Dienstag (siehe hier) – scheint bereits ein bisschen vorbei zu sein. Jedenfalls haben die Aktien von Tesla (und anderen Tech-Unternehmen an der Nasdaq) über Nacht ordentlich zugelegt. Mehr dazu hier.
 
 

Lunch Topics: Scharfe Business-News

Ihnen gefällt diese Artikel-Auswahl? Abonnieren Sie den Newsletter der «Handelszeitung»-Chefredaktion, werktags zur Mittagszeit.

 

Mercuria: Gefärbte Steine statt begehrtes Kupfer

Nicht nur gutgläubige Opas und Omas fallen auf Betrüger rein, auch grosse Corporates sind nicht davor gefeit, übers Ohr gehauen zu werden. Zum Beispiel der Genfer Rohstoffhändler Mercuria. Er hat im vergangenen Sommer einen Vertrag über den Kauf von Kupfer im Wert von 36 Millionen Dollar abgeschlossen. Lieferantin war eine Firma in der Türkei. Aber als die Ladungen in China ankamen, war alles, was die Empfänger fanden, Behälter voller bemalter Steine. Eigentlich hätten es 6000 Tonnen Kupfer sein sollen, doch es waren Pflastersteine, sprühlackiert, um wie halbveredeltes Metall auszusehen. Mehr zum bizarren Betrugsfall lesen Sie hier bei den Kollegen von «Cash».

Anzeige

«Upbeat aktuell»: Mehr Gerechtigkeit dank KI

Startup-Analystin Penny Schiffer und ihre Firma Raized möchten Investitionsentscheide mithilfe von künstlicher Intelligenz besser und gerechter machen. Angesichts der immer schärferen Konkurrenz von Risikokapitalgebern um die heissesten Startups ein cleveres Geschäftsmodell. Wie es funktioniert und was es bringt, erklärt Ihnen Kollege Stefan Mair hier. Natürlich in unserer Startup-Serie «Upbeat aktuell»


Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag – und natürlich einen guten Appetit!
Marcel Speiser
Stv. Chefredaktor
«Handelszeitung»