Das Paracelsus-Spital in Richterswil, Kanton Zürich, hat die Nachlassstundung beantragt und sucht dringend nach Kooperationspartnern. Ansonsten drohe die Schliessung, so eine Mitteilung, die das Fachportal «Medinside» zitiert. In der aktuellen Situation könne das Spital nicht weitergeführt werden. 

Die Erklärung: Nach der geringeren Auslastung im Rahmen des Frühjahrs-Lockdowns seien «die Fallzahlen auch nach dem Lockdown nicht ausreichend angestiegen». Das Spital beschäftigt rund 200 Personen. 

Das Spitalunternehmen ist ein Listenspital des Kantons Zürich und bietet unter anderem Behandlungen in Basischirurgie, Urologie, Gynäkologie und Onkologie. Es gehört zur NSN medical AG, welche auch die Limmatklinik, die Eulachklinik und verschiedene ambulante Zentren führt; die Gesellschaft ist an der Berner Börse kotiert.

Liegenschaften verkauft

Bereits im Dezember hatte das Paracelsus-Spital vier Liegenschaften – darunter das eigentliche Spitalgebäude in Richterswil – verkauft, zum Preis von gut 39 Millionen Franken. NSN Medical wolle sich «auf ihren Kernbereich weiter fokussieren», so die Erklärung damals.

Gelinge es nicht, Kooperationspartner zu finden und dadurch die Auslastung des Spitals zu erhöhen, so solle «das Spital schrittweise geschlossen werden», so der Stand jetzt. Die Verwaltung bemühe sich so oder so, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Die Löhne der Mitarbeitenden seien bis Ende Jahr «voll gedeckt».

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(rap)