Die Schweizer Versandapotheke Zur Rose prüft gemäss einem Pressebericht derzeit sämtliche strategische Optionen. Dabei werde auch ein möglicher Verkauf in Betracht gezogen, schreibt Bloomberg.

Bloomberg meldet dies mit dem Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Bereits seit längerem kursieren Gerüchte über einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf bis zum Erreichen der Gewinnschwelle.

Zur Rose habe in den letzten Monaten Gespräche mit potenziellen Käufern geführt, darunter den US-Beteiligungsgesellschaften KKR sowie Hellman & Friedman, heisst es im Artikel. In diesem Zusammenhang arbeite das Unternehmen auch mit externen Beratern zusammen.

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Börse reagierte positiv auf die Meldung

Der Kurs der Aktie, die bis nach dem Mittag mit über 10 Prozent Minus Haupt-Verliererin im Swiss Performace Index (SPI) gewesen ist, notierte gegen 14 Uhr und gegen 15 Uhr deutlich im Plus. Danach kippte der Titel aber wieder und fiel zurück ins Minus.

Gemäss Aussagen aus den Handelsräumen hiesiger Banken haben erste Leerverkäufer begonnen, ihre Wetten gegen die Aktien von Zur Rose zu schliessen. Gemäss Erhebungen der Beratungsfirma IHS Markit wetteten Leerverkäufer bis vor wenigen Wochen mit fast 30 Prozent der ausstehenden Titel auf rückläufige Kurse.

Bisweilen sassen die Leerverkäufer bei der Versandapotheke sicher im Sattel, zählen die Aktien mit einem Minus von gut 73 Prozent seit Jahresbeginn doch zu den diesjährigen Verlierern am Schweizer Aktienmarkt. Insbesondere die Verzögerungen bei der Einführung elektronischer Medikamentenrezepte im wichtigen deutschen Markt machen dem Unternehmen ganz offensichtlich zu schaffen. Zur Rose kommentiert diese Marktgerüchte und -spekulationen auf Anfrage nicht.

Auf Anfrage von AWP wollte Zur Rose den Bericht nicht kommentieren. Man äussere sich grundsätzlich nicht zu Spekulationen und Marktgerüchten, so eine Sprecherin.

(AWP)