BILANZ: Herr Thom, erdrückt die Arbeitslast unsere Manager?

Sie muss ja nicht unendlich wachsen. CEOs streben zu viel Gigantismus an, die Konzerne werden immer grösser, und alle Fäden laufen auf den CEO zu. Das ist nicht steuerbar.

Schwierig, das zu ändern.

Sie müssen Zellteilung machen, die Firmen aufteilen. Vielen Managern fällt es aber schwer zu delegieren. Sie wittern intern zu viel Konkurrenz. Daran scheitern sie in Grosskonzernen.

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Was können Firmen tun?

Wer den Chefposten anstrebt, den erwartet absoluter Spitzensport. Wir können den Job nicht gemütlicher machen. Also muss es möglich werden, früher aufzuhören. Keiner hält 25 Jahre unter heutigen Bedingungen an der Spitze durch. Firmen brauchen neue Positionen, in die solche Manager auch vor der Pensionszeit ohne Prestigeverlust wechseln können – etwa als Senior Ambassador, der Spezialaufträge übernimmt.

Manager wollen aber Karriere.

Wir brauchen Brückenkarrieren. Selbst der Papst hat eingesehen, dass ihm die Kraft für seinen Job fehlt. Er hat ein Tabu gebrochen, nicht im Amt zu sterben. Und er ist in Würde abgetreten.