Wir bieten unseren Mitarbeitenden ein echtes Zuhause, in dem sie sich wohlfühlen können», verspricht Allianz Suisse auf seiner Website. Doch mit der Corona-Pandemie hat sich das Verhältnis von Beruf und Zuhause verschoben. Hinter dem Versprechen steht eine neue Herausforderung für Arbeitnehmer wie -geber. «Bereits während des ersten Lockdowns arbeiteten mehr als 90 Prozent der Kollegen vom Homeoffice aus», sagt Théo Kaeser, Leiter HR Business Partner bei Allianz Suisse.

Der Ausnahmezustand hält seitdem mit Unterbrechungen an und mittlerweile ist die allgemeine Homeoffice-Pflicht in Kraft. Der Partner oder die Partnerin ist inzwischen zum langfristigen Bürokollegen geworden. Und in diesem Setting gibt es immer wieder Konflikte, die Firmen indirekt betreffen. Sei es, dass der Partner ein Sicherheitsrisiko für den Datenschutz darstellt, sei es, dass die Arbeitsleistung durch Konflikte gemindert wird. Aber darf und soll das Firmen etwas angehen? Wie weit geht die Fürsorgepflicht des Chefs und der Chefin?