Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Maxime Carmignac: Meinen ersten richtigen Job hatte ich mit 21 Jahren bei Morgan Stanley. Damals war ich nicht besonders versiert im Umgang mit Geld und musste vieles lernen. Das hat dazu geführt, dass ich mich heute leidenschaftlich für die Förderung der finanziellen Allgemeinbildung einsetze.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Der Grossteil ging für das Visum und die Green Card drauf, um mir ein Leben in den USA zu ermöglichen.

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Wofür geben Sie heute Geld aus?

Für meine Kinder. Sie sind allerdings schon viel gewiefter in Geldangelegenheiten, als ich es war. Letztes Jahr haben sie vor unserem Haus Essen und Gebasteltes verkauft. Die Einnahmen setzten sie gleich wieder ein und steigerten ihren Gewinn. Das war sehr unternehmerisch!

«Ich finde es auch wichtig, nicht nur Geld, sondern auch Zeit für Dinge zu ­investieren, die einem am ­Herzen liegen.»

Maxime Carmi­gnac

Was bedeutet Ihnen Geld?

Sicherheit und Freiheit. Die Dinge, die mich am glücklichsten machen, wie Spaziergänge mit meinen Kindern, kosten allerdings nichts. Zudem bereichert es mich, anderen beim Sparen zu helfen.

Wie wichtig ist Ihnen finanzielle Unabhängigkeit?

Sehr wichtig. Ich denke, dass Frauen mehr auf ihre finanzielle Unabhängigkeit achten sollten. Untersuchungen zeigen, dass Frauen sich oft erst dann finanziell unabhängig fühlen, wenn sie verwitwet sind oder sich scheiden lassen. Das ist nicht sinnvoll. Frauen sollten so früh wie möglich ihre Finanzen in die Hand nehmen und mit dem Sparen beginnen. Wir als Branche sollten unser Bestes tun, um diese Ungleichheit zu beseitigen. Wir müssen die Bildung und das Bewusstsein verbessern und Frauen Produkte anbieten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind – die unterscheiden sich von denen der Männer.

Spenden Sie?

Ich setze mich besonders für Bildung und Umweltschutz ein. Die Wirkung ist hier am nachhaltigsten. Ich finde es auch wichtig, nicht nur Geld, sondern auch Zeit für Dinge zu investieren, die einem am Herzen liegen. So war ich zum Beispiel Gründungsmitglied des Diversity Project, das sich für mehr Vielfalt in der Vermögensverwaltungsbranche einsetzt.