Dieser Wechsel gilt als Königstransfer in der weltweiten Mode-Liga: Im Juni startet Daniel Grieder als CEO der börsenkotierten Hugo Boss AG. Noch immer der Herrenanzug-Brand, hat Boss Berge an Problemen angehäuft. Diese Historie datiert zurück bis vor die Jahrtausendwende, als Boss diverse Untermarken gründete und unter enormen Verlusten in die Damenmode expandierte, die nie zu einer tragenden Umsatzsäule ausgebaut werden konnte.

Weiter ins Unglück trieb Boss der Einstieg des Investors Permira im Jahr 2007. CEO Bruno Sälzer schmiss hin, Nachfolger Claus-Dietrich Lahrs wollte und sollte für Permira Wertsteigerung betreiben: die Marke teurer positionieren und mit vielen neuen «Monobrand»-Stores plus noch mehr Damenmode expandieren. Permira stieg nach dem selbst erzeugten Kursfeuerwerk 2015 aus, bald musste Lahrs gehen, sein Nachfolger Mark Langer, zuvor Finanzvorstand, drehte Lahrs’ Strategie zurück und räumte auf. Doch der Marke wieder Glanz zu verleihen, gelang ihm nicht.