Die Post steht in der Kritik, weil sie als Staatsbetrieb in den letzten Monaten rund ein Dutzend Firmen gekauft oder sich eine Mehrheitsbeteiligung gesichert hat. «Die Mittel, die wir dafür einsetzen, haben wir selbst erwirtschaftet», sagt Post-Chef Roberto Cirillo und betont, dass die Post seit 14 Jahren dem Markt ausgesetzt sei.

«Wir müssen uns Wettbewerb gefallen lassen», so Cirillo. «Und wenn wir nun Wettbewerb haben, ist ja klar, dass wir andere konkurrenzieren.» 86 Prozent des Umsatzes generiert die Post am freien Markt. Und für das Monopol, das laut Cirillo einen Gegenwert von rund 60 Millionen Franken hat, zahlt die Post jedes Jahr weit über 200 Millionen Franken, um die Grundversorgung sicherzustellen.

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Auch den Vorwurf, die Post wildere in fremden Gebieten, will er so nicht gelten lassen. «Wir kaufen dort, wo wir Kompetenzen benötigen – um die Dienstleistungen, die wir künftig brauchen werden, integrieren zu können.» Ende des Jahrzehnts sieht Cirillo eine Post, die auf zwei stabilen Beinen steht: digitale Kommunikationsdienstleistungen und Logistik.

Bis 2030 sollen zu den acht Zentren für die Paketsortierung sieben weitere dazukommen, die Anzahl Pakete soll von jetzt rund 200 auf 300 Millionen steigen.

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