Auf den ersten Blick ist es ein rapider Abstieg: Der VW Golf, lange Jahre Nummer eins der Schweizer Beliebtheitsliste, ist im ersten Quartal auf Rang 14 gefallen. Auch, weil sich Konzernschwester Seat mit dem Ateca nach vorne gefahren und sich die BMW-Phalanx verbreitert hat.

Aber vor allem, weil der Golf freiwillig Platz macht für seine heiss nachgefragten Geschwister. Mit 760 verkauften Autos in den ersten drei Monaten 2021 liegt der Golf zwar fast 300 Autos hinter dem Marktführer Skoda Octavia, der seit vier Jahren in der Schweiz vorne liegt. Aber man könnte dem Golf auch die fast 500 verkauften T-Roc hinzurechnen, der ein SUV auf Golf-Basis ist.

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Zudem spült die Elektrowelle die stromernden Brüder nach vorn, im Fall Golf sind das der klassisch gezeichnete ID.3, von dem ebenfalls gut 500 Stück verkauft wurden, der später gestartete ID.4 wird an den SUV-Boom anknüpfen. Fairerweise muss man anfügen, dass auch andere Hersteller wie BMW, Audi, Mercedes und weitere ihre Modellpaletten per Name aufsplitten.

Doch VW mit dem buchstäblichen «Volks»-Auto Golf spürt die Wende Richtung Elektro und damit Richtung ihrer ID-Modelle in den Zahlen besonders deutlich. Wie auch den SUV-Trend: Der grössere SUV Tiguan verkauft sich seit einiger Zeit besser als der Golf.

 

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Erstaunlich an den neuen Daten ist auch der Absturz des Tesla Model 3. Im Gesamtjahr 2020 noch Zweiter nach dem Octavia, liegt das Model 3 im ersten Quartal nur auf Rang 15, noch hinter dem Golf. Wie bei Tesla üblich, kann das jedoch mit dem Schiffsverkehr zusammenhängen, der neue Modelle aus Kalifornien und China nach Europa bringt. DR