Es ist die Pflichtlektüre für alle Standortföderer: Einmal im Jahr veröffentlicht die kalifornische Beratungsagentur Startup Genome ihr Standardwerk «Global Startup Ecosystem Report»: 300 Ökosysteme weltweit mit total 4,5 Millionen Start-ups werden auf ihre Gründerfreundlichkeit untersucht. Mit dem Ergebnis dieses Jahr dürften in Zürich die Korken geknallt haben: Gleich fünf Plätze machte die Limmatstadt gut und kletterte von Platz 36 auf 31. «Aufgrund seines Status als globales Finanzzentrum verfügt Zürich über ein florierendes Fintech-Ökosystem», so Startup-Genome-Gründer JF Gauthier. «Zürich hat aber auch ein aufstrebendes Life-Sciences-Ökosystem.» Nur Miami und das chinesische Shenzhen (neu auf Position 16 bzw. 28) machten mit sieben Rängen noch mehr Plätze gut.

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Auf Platz 1 im Ranking liegt – wenig überraschend – das Silicon Valley, Platz 2 teilen sich London und New York, vor Tel Aviv und Los Angeles. Innerhalb Europas liegt Zürich auf Rang 6. Besonders stark schneidet die Stadt ab in den Kriterien «weltweite Vernetzung», «Qualität und Aktivität» (jeweils neun von zehn möglichen Punkten) sowie «Forschung» (zehn Punkte). Schwachpunkte bleiben «Exits», «lokaler Markt» und «Scale-up-Produktion» (jeweils zwei Punkte). Auch der Zugang zu MINT-Studenten (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wird – etwas überraschend – als mangelhaft bewertet, trotz der ETH.

Im Weiteren wird die Gegend um Lausanne in dem Report erwähnt: Unter den «Emerging Ecosystems», also jenen in einer noch frühen Wachstumsphase, liegt «Greater Lausanne» auf Platz 11. Gleich 42 dieser 100 Start-up-Wachstumsregionen liegen in Europa. 

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Marc Kowalsky
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