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Digitales Leben
Mein Handy lehrt Spanisch

Spanien-Flagge Keystone

Unser Autor will unbedingt eine neue Sprache lernen - per App. Doch das ist härter als gedacht.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 13.07.2016

Mein jüngster Besuch in Spanien hat es mir brutal vor Augen geführt: Ich kann kein Spanisch. Das würde ich aber gerne. Daher habe ich mich bei Duolingo angemeldet. Die App zum Sprachen Lernen hat bereits 120 Millionen Nutzer. Damit kann ich also nicht viel falsch machen, hoffe ich. Die App ist sogar kostenlos.

Überhaupt ist Spanisch eine gute Investition. Mindestens 500 Millionen Menschen sprechen die Sprache, behauptet Wikipedia. Besser wäre natürlich Chinesisch. Das sprechen mindestens 900 Millionen Menschen. Aber ich will mich beim Sprachen Lernen nicht unnötig demotivieren, Spanisch ist schon schwierig genug.

20 Minuten am Tag lernen

Bei DuoliApp-Screenshotngo kann jeder sein Lernziel setzen: Von ­«lässig», also nur 5 Minuten am Tag, bis zu «irre», also 20 Minuten am Tag. Ich wähle «irre». Kein Wunder, dass ich nun morgens schon kurz vor 8 Uhr eine ­«Tägliche spanische Erinnerungsmail» bekomme, damit ich die App wieder ­anklicke.

Nun muss ich ständig spanisch-deutsche Wortpaare bilden, höre spa­nische Sätze und übersetze sie. Ausserdem spreche ich mein Anfänger-Spanisch ins Mikro. Nach drei Tagen endlich der erste Erfolg: Die App attestiert mir: «Dein ­Spanisch ist 1% fliessend!»

Sofort schlägt die App vor, diese neue Qualifikation zu meinem LinkedIn-Profil hinzuzufügen (siehe Bild).

So stolz ich auch auf das Erreichte bin: Das ist mir dann doch zu peinlich.

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