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Finanzlexikon

Outsourcing

Definition

Der Begriff Outsourcing ist aus den englischen Wörtern „out“ und „source“ (von ausserhalb beziehen) abgeleitet. Damit ist in der Wirtschaft die Abgabe von Aufgaben und Unternehmensstrukturen an externe Dienstleister gemeint. Es handelt sich dabei um eine spezielle Form der Auslagerung von Leistungen, wobei in der Regel Verträge die Leistung selbst und die Dauer der Zusammenarbeit definieren. Mit diesen Vereinbarungen grenzt sich das Outsourcing deutlich von unternehmerischen Partnerschaften ab.

Hintergrund

Die Zielsetzung beim Outsourcing ist meist mit der Einsparung von Kosten, Vereinfachung von Betriebsabläufen und der Mitarbeit von Spezialisten begründet. Steht die Kosteneinsparung im Vordergrund, wird Outsourcing oftmals mit einem Stellenabbau begleitet. Manche Verfechter des Outsourcings betonen, dass sich vor allem kleinere Unternehmen nur so die Mitarbeit von Spezialisten leisten können. Im IT-Bereich wird gerne von den Vorteilen des Outsourcings Gebrauch gemacht. Aufgaben, mit denen sich Unternehmen vom Wettbewerb differenzieren können, sollten laut Expertenmeinung eher nicht ausgelagert werden.

Vorteile des Outsourcings

Durch die Vergabe von Sekundärfunktionen an externe Dienstleister kann sich das jeweilige Unternehmen auf das Kerngeschäft bzw. auf eigentliche Leistungserstellung konzentrieren. Ein wichtiges Kriterium ist natürlich die Einsparung von Kosten. Dies erfolgt durch das Wegfallen von Investition in Sachanlagen, Betriebsmittel sowie Schulungen. Des Weiteren können auch steuerliche Vorteile in Anspruch genommen werden. Spezialisierte Anbieter sind in der Regel immer State-of-the-Art und haben Zugang zu den aktuellen Technologien. Die Leistung wird damit deutlich effizienter und qualitativ hochwertiger ausgeführt. Durch strategische Partnerschaften eröffnen sich meist auch neue Geschäftsfelder. Experten sind der Auffassung, dass sich ein Outsourcing erst bei mindestens 20 Prozent Kosteneinsparung lohnt.

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Nachteile des Outsourcings

Ein grosser Nachteil sind entstehende Abhängigkeiten zum externen Dienstleister. Kommt der Dienstleister in wirtschaftliche Schwierigkeiten, kann das für das Unternehmen ebenfalls zu grossen Problemen bzw. Zusatzkosten führen. Die Vergabe von Aufgaben an Externe kann auch einen Know-how-Verlust zur Folge haben. Widerstand ist bei Angst vor dem Arbeitsplatzverlust unter den Mitarbeitern im Unternehmen meist vorprogrammiert. Zudem erhalten Dienstleister meist in grossem Umfang Einblicke in sensible Firmendaten (Datenschutz).