1. Home
  2. ROI
Finanzlexikon

ROI

Teilen

Merken

Drucken

Kommentare

Artikel teilen

Definition

Der ROI (Return on Investment) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, welche die Rentabilität (Kapitalrendite) einer getätigten Investition beziffert.

Hintergrund

Der Begriff ROI wird auch als Kapitalrendite, Anlagenrendite, Kapitalverzinsung, Kapitalrentabilität, Anlagenrentabilität oder Anlagenverzinsung bezeichnet. Der ROI ist ein grundsätzlicher Massstab des Rechnungswesens für die Rentabilität bzw. Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Darüber hinaus kann mit dem ROI ermittelt werden, ob die aufgestellten Gewinnziele erreicht wurden. Mit der Kennziffer des ROI wird das prozentuale Verhältnis zwischen der investierten Geldsumme und dem entstandenen Gewinn errechnet. Der ROI ist also der Quotient aus dem Periodengewinn und Kapitaleinsatz. Die Bezugsgrössen sind der Gewinn einer Periode im Verhältnis zum gesamten Kapital, das innerhalb eines Unternehmens gebunden ist. Das heisst, der ROI lässt keine Beurteilung über den Erfolg einer einzelnen Investition zu, wie zum Beispiel in eine Sachanlage. So ist eine genauere Interpretation im Grunde letztlich nur dann möglich, wenn das Resultat detaillierter dargestellt werden kann. Ebenso kann eine abnehmende Rendite durch einen kleineren Kapitaleinsatz bei gleichbleibendem Ergebnis kompensiert werden. Im Prinzip ist eine Ermittlung des ROI immer nur dann sinnvoll, wenn die jeweilige Investition auch zu einem Erfolg geführt hat. Das heisst, wenn eine Amortisation innerhalb der anvisierten Nutzungsdauer erzielt wird.

Partner-Inhalte
 
 
 
 
 
 

ROI für Einzelinvestitionen

Die moderne Variante des ROI unterscheidet sich von der herkömmlichen Formel darin, dass nicht das gesamte Kapital eines Unternehmens ins Verhältnis zum Gewinn gesetzt wird, sondern Einzelinvestitionen und der jeweilige Gewinnanteil. Der ROI errechnet sich aus dem Gewinnanteil geteilt durch den entsprechenden Kapitaleinsatz.

Kritische Beurteilung

- Daten aus der Buchhaltung (nur Vergangenheitsorientierung).

- Mögliche zukünftige Entwicklungen werden ausgeschlossen.

- Es sind keine objektiven Zielvorgaben ableitbar.

- Investitionsrisiken bleiben unberücksichtigt.

- Bilanzexterne Daten, wie zum Beispiel Leasing, fliessen nicht in die Berechnung ein.

- Investitionen in nicht bilanzierungsfähige Positionen, wie zum Beispiel Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, verfälschen den ROI.