Geldmanager zogen in der Woche bis zum 7. September 3,4 Milliarden Dollar aus europäischen Aktienfonds ab, womit sich die Gesamtabflüsse in den letzten sechs Monaten auf 83 Milliarden Dollar beliefen, so die Deutsche Bank. Zu den Abwanderern gehören der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock und mit Amundi auch einer der grössten europäischen Geldmanager.

Er hätte wegen der Energiekrise seit Monaten mit einer Rezession in Europa gerechnet, aber glaube nicht, dass die Aktien dies vollständig eingepreist hätten, so die Analyse von Wei Li, dem in London ansässigen globalen Chefanlagestrategen von Blackrock.
 

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Wahrscheinlichkeit für eine Rezession bei 60 Prozent

Die Analysten der US-Grossbanken Bank of America und JPMorgan Chase sind gleichzeitig noch pessimistischer für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte in Europa geworden. Die Probleme Europas hätten sich in den letzten Monaten verschärft, da die Region der Gefahr einer Rezession entgegensehe, während ihre Zentralbank eine aggressive Kampagne zur Eindämmung der Inflation starte. Der Ausblick werde dadurch noch mehr eingetrübt, dass es in diesem Winter zu Energierationierungen in Europa kommen könnte.

Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in der Euro-Zone im nächsten Jahr ist gestiegen. Auf der Grundlage von elf befragten Ökonomen liege diese jetzt bei 60 Prozent.

(Bloomberg/hb)