National- und Ständerat sind sich einig: Das Bundesparlament hat jetzt weitere 100 Millionen Franken für die Beschaffung von Medikamenten gegen Covid-19 bewilligt. Der Nationalrat ist somit auf die Linie des Ständerats eingeschwenkt. Damit sind die Nachträge zum Budget 2022 unter Dach und Fach. Grösster Brocken sind zusätzliche 3,4 Milliarden Franken für die Pandemiebewältigung. 

Die grosse Kammer schloss sich am Dienstag mit 100 zu 62 Stimmen bei 16 Enthaltungen dem Ständerat an. In der vergangenen Woche hatte sie dies noch abgelehnt, weil sie sich am Vorgehen der kleinen Kammer störte und die Mittel auf ordentlichem Weg beschliessen wollte. Das Geschäft ist damit erledigt.

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Die Medikamente sollen Menschen mit geschwächtem Immunsystem zugutekommen. Inhaltlich war die Beschaffung nicht umstritten. Der Ständerat hatte die 100 Millionen Franken indes ohne Antrag des Bundesrats in den Beschluss aufgenommen, der Nationalrat wollte die Mittel ursprünglich auf ordentlichem Weg beschliessen.

Der Bund kann nach den bereits bereinigten Beschlüssen des Parlaments für die Bewältigung der Pandemie weitere 3,4 Milliarden Franken einsetzen. 1,7 Milliarden Franken entfallen auf den Corona-Erwerbsersatz, 900 Millionen Franken auf den Bundesanteil an die Härtefallhilfe und 800 Millionen Franken auf den Bundesbeitrag an die Arbeitslosenversicherung für die Kurzarbeitsentschädigung. 

Sorge über Gesundheitsrisiken und ihre Folgen

Für Schweizer Versicherer bleiben die Auswirkungen des Corona-Virus weiterhin ein umfangreiches und komplexes Risiko. Laut dem Axa Future Risk Report 2021 hat die Pandemie eine bleibende Wirkung hinterlassen. Obwohl auf globaler Ebene wieder vom Klimawandel als grösstes Risiko verdrängt, sind mehr als 70 Prozent der weltweit über 23’000 Teilnehmenden der Studie besorgt über künftige Gesundheitsrisiken und ihre Folgen. (sda/hzi/mig)