Munich Re steigt neu in das Geschäft mit CO₂-Zertifikaten ein. Über die neu gegründete Tochter Tree Trust bietet der Münchener Rückversicherer Zertifikate für Aufforstungsprojekte an, mit denen Unternehmen ihren Ausstoss an Kohlendioxid kompensieren können. Erste Kunden sind die Munich Re selbst sowie das Heizungsunternehmen Vaillant.

«Auf dem knappen Kompensationsmarkt eröffnet Tree Trust ambitionierten Unternehmen Zugang zu passenden Aufforstungsprojekten», erläutert Torsten Jeworrek, der für Nachhaltigkeit verantwortliche Vorstand der Munich Re. Als neuer Anbieter auf diesem Markt vermittelt und strukturiert TreeTrust Transaktionen für Unternehmenskunden, die einen effizienten Zugang zu anspruchsvollen Aufforstungsinvestitionen (zertifiziert im Gold Standard) suchen. Die Klima- und Risiko-Expertise von Munich Re werde im TreeTrust-Angebot mit der Erfahrung etablierter Projektentwickler kombiniert, heisst es dazu in einer Medienmitteilung des globalen Rückversicherers.

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Zur Strategie von Munich Re sagt Michael Menhart: «Das Projekt von TreeTrust ist ein innovativer und hochwertiger Baustein für die Erreichung unserer Netto-Null-Ziele bis 2030 und darüber hinaus. Dazu trägt das Aufforstungsprojekt langfristig bei und ermöglicht uns so, nicht weiter reduzierbare Emissionen aus unserem Geschäftsbetrieb mit dem wachsenden neuen Wald in Costa Rica auszugleichen. Zusätzlich sind wir mit diesem Waldprojekt gegen steigende Preise für freiwillige CO₂-Zertifikate abgesichert.»

Im Kern geht beim Handel mit CO₂-Zertifikaten um die Herausforderung, vor der nahezu alle Unternehmen in den kommenden Jahren stehen. Der Ausstoss von klimaschädlichem Kohlendioxid im eigenen Produktions- und Geschäftsbetrieb soll reduziert werden. Viele Firmen haben sich sogar Klimaneutralität zum Ziel gesetzt. Da dies mit eigenen Anstrengungen selten vollständig gelingt, sollen verbleibende Emissionen mit dem Zukauf von CO₂-Zertifikaten kompensiert werden. (pm/hzi/mig)