Während das Coronavirus die Touristen und Business-Reisenden weiter dazu zwingt, ständig Pläne zu stornieren und zuhause zu bleiben, häufen die Airlines dieser Welt mehr und mehr Schulden an. Seit Ende 2020 stiegen die Aussenstände der Branche um 23 Prozent auf 340 Milliarden Dollar; dies besagt eine Datenauswertung der Wirtschaftsagentur «Bloomberg».

Die grossen Airlines haben im laufenden Jahr bislang 63 Milliarden Dollar durch Anleihen aller Art aufgenommen.

Dies sind weitere Hinweise, dass die Luftfahrt-Industrie noch einen stürmischen Flug vor sich hat. Denn weiterhin sind viele Grenzen geschlossen – und die Hochsaison des Sommergeschäfts in den USA und Europa kommt an ihr Ende.

«Die Ausbreitung der Delta-Variante könnte dazu führen, dass noch mehr Länder strengere Quarantäneregeln für Besucher einführen», sagt Susannah Streeter, Investment- und Marktanalystin bei Hargreaves Lansdown

Der Traum vom grünen Fliegen

Nachdem die Fluggesellschaften im Vorjahr vielfach vom Staat Barmittel gegen Aktienbeteiligungen erhielten, konzentrieren sie sich nun wieder auf den Obligationenmarkt. Und das Ausmass des Geschäfts zeigt, dass die Investoren immer noch bereit sind, dieser Branche eine grossflächige Finanzierung zu sichern.

Zuletzt haben zum Beispiel EasyJet und Japan Airlines angekündigt, neue Fremdmittel aufnehmen zu wollen, um durch die verlängerte Pandemie zu kommen.

(«Bloomberg», rap)