Am frühen Montagnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung gemäss der Online-Handelsplattform Swissquote nur noch 1.1757 Franken und damit 1.72 Rappen weniger als am Freitagabend.

Gegenüber dem Dollar verlor der Euro übers Wochenende ebenfalls an Boden. Der Wechselkurs sank auf 1.4117 und lag damit eineinhalb US-Cent niedriger als am Freitagabend.

Der Dollar notiert aktuell bei 0.8355 Franken und damit 0.20 Rappen tiefer als am Freitag.

Für Belastung sorgt beim Euro abermals die europäische Schuldenkrise, die sich auf das drittgrösste Euro-Land Italien auszuweiten droht. Dort sind die Risikoaufschläge für Staatsanleihen zuletzt auf einen Rekordstand gestiegen.

Am Nachmittag treffen sich in Brüssel die Euro-Finanzminister, um über die Schuldenkrise zu beraten. Kurz davor wollen sich Spitzenvertreter von EU und EZB treffen. Nach einem Bericht der deutschen Zeitung «Welt» drängt die EZB auf eine abermalige und deutliche Aufstockung des Euro-Rettungsschirms.

Händlern zufolge könnte der Druck auf den Euro etwas nachlassen, wenn bei dem EU-Treffen eine Einigung über das zweite Rettungspaket Griechenlands erreicht werde.

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Bisher ist vor allem unklar, in welchem Umfang Banken, Versicherer und Investmentfonds beteiligt werden sollen, ohne dass die Ratingagenturen dies als Zahlungsausfall taxieren. Auf die Beteiligung privater Gläubiger pochen Deutschland, die Niederlanden, Österreich und Finnland.

(cms/rcv/sda)