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Migration
Junge Italiener suchen im Ausland nach Arbeit

Italien: Wenig Perspektiven für junge Menschen. Pixabay

In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Migranten aus Italien um 60 Prozent zugenommen. Vor allem junge Leute verlassen vermehrt das Land. Die Schweiz gehört zu den wichtigsten Zielländern.

Veröffentlicht am 18.10.2017

Wegen hoher Jugendarbeitslosigkeit ist die Zahl der Migranten aus Italien in den letzten zehn Jahren um 60 Prozent gestiegen. Im Jahr 2016 haben 124'076 Italiener ihr Heimatland verlassen, 39 Prozent davon im Alter zwischen 18 und 34 Jahren.

In dieser Altersgruppe ist die Zahl der Auswanderer um 23,3 Prozent gegenüber 2015 gestiegen, geht aus einem Bericht der Stiftung Migrantes hervor.

Mehr Männer

Die meisten Italiener, die 2016 ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt haben, zogen in andere europäische Länder und in die USA: 24'771 Personen liessen sich in Grossbritannien nieder, 19'178 in Deutschland, 11'759 in der Schweiz und 11'108 in Frankreich. 55 Prozent der Auswanderer sind gemäss der Studie Männer.

Fünf Millionen Italiener leben im Ausland. In zehn Jahren ist die Zahl der Migranten aus Italien um 60 Prozent gestiegen, was hauptsächlich der hohen Jugendarbeitslosigkeit zurückzuführen ist. 40 Prozent der Jugendlichen unter 34 Jahren im Süden sind auf Jobsuche.

Gentiloni will Gegensteuer geben

Die Mitte-links-Regierung von Ministerpräsident Paolo Gentiloni hat die Situation erkannt und versucht der Entwicklung gegenzusteuern. Der kommende Haushalt werde Massnahmen vorsehen, um Unternehmen dazu zu motivieren, junge Menschen einzustellen, versprach sie.

(sda/gku)

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