In Genf lohnt es sich besonders, das Auto abzuschliessen: Im Westschweizer Kanton werden mehr Fahrzeuge gestohlen als in den anderen Kantonen – diesen Schluss lässt eine Auswertung der Zurich Versicherung zu: 202 Autos ihrer Kunden wurden letztes Jahr in Genf entwendet.

In der wesentlich grösseren Waadt waren es 95 und in Zürich 64. In Innerschweizer Kantonen wie Nidwalden, Glarus und Uri gab es hingegen keinen einzigen Diebstahl. Die Statistik ist mit Vorsicht zu geniessen, da Zurich sie nicht ins Verhältnis zu den versicherten Autos pro Kanton setzt.

Aber auch gemäss der Axa Versicherung kommt es in Genf zu besonders vielen Autodiebstählen: Laut ihrer Auswertung war das Diebstahlrisiko dort sechsmal höher als im Schweizer Schnitt im Zeitraum 2011 bis 2015. Auch der Kanton Waadt sowie Basel-Stadt und Neuenburg tauchen in dieser Statistik überdurchschnittlich häufig auf.

Autodiebe mögen die Nähe zur Grenze

Genf hat schon seit Jahren ein Problem mit Autodieben, wie Daten des Bundesamts für Statistik zeigen. Im Jahr 2013 gab es in der Stadt Genf 0,77 Autodiebstähle pro 1000 Einwohner – das war deutlich mehr als in Zürich (0,20), Basel (0,26), Lugano (0,32) oder Bern (0,14). Der hohe Wert Genfs liegt wahrscheinlich an der Nähe zu Frankreich – viele gestohlenen Fahrzeuge werden sofort ins Ausland verschoben.

Beliebt bei den Autodieben ist gemäss der Zurich besonders die Marke VW, gefolgt von Mercedes und Audi. Offenbar sind VW-Autos bei Dieben populär, um Ersatzteile zu bekommen. Die hochpreisigen Mercedes- und Audi-Fahrzeuge locken die Langfinger wohl wegen ihres Wiederverkaufswerts.