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Studie
So teuer wie in Zürich sind Taxifahrten sonst nirgends

Hohe Preise: In der Schweiz sind Taxifahrten deutlich teurer als im Ausland. Keystone

In der Schweiz ist Taxifahren kostspielig: Die Preise sind deutlich höher als im Ausland. Sogar in Weltstädten wie Tokio oder New York zahlen Passagiere weniger, wie ein neuer Vergleich zeigt.

Veröffentlicht am 18.07.2017

Dass Zürich und Genf teure Städte sind, ist bekannt. Die Lebenshaltungskosten gehören zu den höchsten weltweit. Dennoch überrascht ein neuer Vergleich zu den Taxipreisen: Eine Fahrt in Zürich ist massiv kostspieliger als in 80 anderen Weltstädten, wie die Studie des Online-Occasionhändlers Carspring zeigt. Wer sich in der Limmatstadt in ein Taxi setzt, muss bereits einen Grundpreis von durchschnittlich gut 8,2 Franken bezahlen – drei Kilometer Fahrt kosten zusätzlich 24,8 Franken.

Etwas weniger hoch, aber immer noch stattlich, fällt die Rechnung in Genf aus: Dort werden nach 3 Kilometern 17,2 Franken fällig. In Tokio – auch eine sehr teure Stadt – kostet eine solche Fahrt deutlich weniger, wie auf der Grafik des Datenanbieters Statista zu sehen ist. In Weltstädten wie New York oder Paris  sind Passagiere noch viel günstiger unterwegs – in Barcelona kostet die Fahrt lediglich rund ein Viertel des Zürcher Preises. Am wenigsten zahlen die Fahrgäste in Kairo und Mumbai.


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Uber wird ausgebremst

In den meisten Metropolen machen heute Uber und andere Fahrdienst-Apps den Taxifahrern Konkurrenz. Dieser Wettbewerb hat wohl vielerorts für tiefere Preise gesorgt. Auch in Zürich und Genf sind die Autos von Uber unterwegs, doch der US-Konzern wird in seiner Geschäftstätigkeit stark behindert. Besonders die Gewerkschaften versuchen Uber zu stoppen, und auch aus der Politik kommt viel Widerstand gegen den US-Anbieter.

Die Studie bringt übrigens auch die beliebtesten Automodelle der Taxifahrer zutage. In Zürich und Genf sind die Chauffeure besonders gerne im Mercedes unterwegs, in Japan ist der Toyota Crown populär, während New Yorker Fahrer sich bevorzugt hinter das Steuer eines Ford Crown Victoria setzen. Keine Wahl haben die Londoner Fahrer: In der britischen Metropole sind alle im gleichen schwarzen Kastenwagen unterwegs. Das aktuelle Modell TX4 Hackney Carriage wird vom chinesischen Geely-Konzern gebaut.

(Mathias Brandt, Statista/mbü)

Handelszeitung.ch präsentiert zusammen mit dem Statistik-Portal Statista jeden Dienstag eine aktuelle Infografik aus den Bereichen Wirtschaft, Technik oder Wissenschaft.

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