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Medizin
Ärztin auf dem Vormarsch: Frauenanteil steigt

Ärztin: An den Universitäten sind die weiblichen Mediziner bereits in der Mehrzahl, in der Praxis sieht es (noch) anders aus.

Die Zahl der Mediziner in der Schweiz steigt. Vor allem steigt aber der Anteil der Ärztinnen.

Veröffentlicht am 28.03.2018

In der Schweiz steigt die Zahl der Ärztinnen und Ärzte zwar, doch immer mehr von ihnen arbeiten Teilzeit. Zudem steigt der Frauenanteil in der Ärzteschaft. Das zeigt die Statistik der FMH zum Jahr 2017.

Insgesamt übten im vergangenen Jahr 36'900 Ärzte und Ärztinnen in der Schweiz ihren Beruf aus. 58 Prozent von ihnen sind Männer. Die Zahl der Ärzte nahm gegenüber dem Vorjahr allerdings lediglich um 0,9 Prozent zu, die Zahl der Ärztinnen stieg dagegen um 3,9 Prozent, wie die Ärzteverbindung FMH am Mittwoch schrieb.

Junge Ärzte im stationären Sektor

Das Durchschnittsalter aller Ärztinnen und Ärzte lag bei 48,4 Jahren. Dabei zeigt sich ein Graben: Im stationären Sektor arbeitende Ärzte – viele Assistenten in Weiterbildung in Spitälern – waren im Mittel 43,4 Jahre alt.

Die im ambulanten Bereich tätigen Kollegen dagegen sind älter, nämlich im Mittel 54,8-jährig.

Steigender Frauenanteil

Im Steigen ist der Frauenanteil: In der Altersgruppe der unter 40-Jährigen haben die Frauen im ambulanten und auch im stationären Bereich die Mehrheit. Auch Medizinstudentinnen gibt es laut FMH mehr als Medizinstudenten.

Die FMH pocht darauf, dass in der Schweiz mehr Ärztinnen und Ärzte ausgebildet werden müssten. Sie begründet ihre Forderung mit der anstehenden Pensionierung vieler Ärzte, die weit über 40 Stunden in ihren Praxen arbeiteten sowie der Zunahme der Teilzeitarbeit.

(sda/ise)

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