Kaum jemand hat die bundesnahen ­Betriebe stärker geprägt als Ulrich Gygi. Elf Jahre lang war er Direktor der Eid­genössischen Finanzverwaltung und ­verantwortete in dieser Funktion die ­Teilprivatisierung der Swisscom. Zur Jahrtausendwende wechselte Gygi zur Schweizerischen Post, an deren Spitze er neun Jahre lang amtete. Von der Post ging es zu den SBB, die er sieben Jahre lang präsidierte.

Zwischenzeitlich nistete sich Gygi auch noch im Verwaltungsrat des Rüstungsbetriebes Ruag ein. Im Dezember wird der diplomierte Betriebswirt nun 70 Jahre alt, altersmüde zeigt er sich aber nicht. Gygi ist auf den Lobby-Zug aufgesprungen und präsidiert neu die Berner PR-Agentur Furrerhugi, wie ein Eintrag im Handelsregister zeigt. Firmengründer Andreas Hugi gibt das Präsidium ab, bleibt aber Teil des Gremiums.

Exklusives Tor

Neu im Verwaltungsrat der Berner ist auch Thomas Ladner. Der Zürcher Anwalt öffnet dem Berner Staatsmann Gygi das Tor zur privatwirtschaftlichen Elite, denn Ladner präsidiert den exklusiven Club zum Rennweg mit Lokal an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Hier residiert, was Rang und ­Namen hat. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Philippe Gaydoul und Thomas Matter, zu den Gästen Rolf Dörig oder auch Boris Becker. Die Mitgliedschaft im exklusiven Kreis kostet 12 000 Franken pro Jahr, die Monatsmiete des Klublokals das Doppelte.