Viele Monate lang war die Aktie im Rückwärtsgang. Vor vier Wochen war Magforce sogar in den Bereich eines Zehnjahrestiefs und damit gleichzeitig auch in den Bereich des Allzeittiefs im Jahr 2012 gefallen. Nun kam es Anfang der Woche aber zu einem schönen Kursschub: Magforce konnte durch einen Sprung um rund 15 Prozent sogar aus dem Abwärtstrend nach oben ausbrechen.  

Sehen das charttechnisch orientierte Anlegende schon als klares Kaufsignal, so tut sich beim Gesundheitsunternehmen nun auch operativ und fundamental einiges.  

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Wie der Spezialist für Krebstherapien berichtet, wurde nun nämlich der Abrechnungscode durch die amerikanische Ärztevereinigung AMA für die von Magforce über viele Jahre entwickelte und in mehreren klinischen Studien überprüfte Therapie gegen Prostatakrebs genehmigt.  

Als Nächstes werden Preise für die Behandlung mit der Therapie mit den Kostenträgern in den USA ausgehandelt. Das bedeutet: Das Gesundheitsunternehmen aus Berlin oder vielmehr die behandelnden Ärzte und Ärztinnen können die Therapie gleich nach deren Zulassung mit den Krankenkassen abrechnen.  
 

Dieser Text beschreibt die jüngsten Entwicklungen im HZ-Satelliten-Portfolio der HZ-Musterportfolios.

Magforce hat dadurch den Prozess der Markteinführung seiner Therapie deutlich abgekürzt. Denn oft werden solche Abrechnungscodes erst nach Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA beantragt und dann erst Monate später genehmigt.  

Ist allein die aktuelle Genehmigung schon ein wichtiger Schritt für Magforce, so könnte das Prozedere noch auf etwas anderes hindeuten: Möglicherweise steht jetzt nämlich auch die Zulassung der Krebstherapie durch die FDA schon kurz bevor und könnte in wenigen Wochen oder Monaten erfolgen.  

Und dann geht für die Berliner das grosse Geldverdienen los. Immerhin sind die USA ein gewaltiger Gesundheitsmarkt, und an Prostatakrebs erkranken in den Staaten jedes Jahr 200’000 Männer. Das jährliche Marktvolumen liegt bei mehr als 4,0 Milliarden Dollar. Die Therapie von Magforce hat relativ geringe Nebenwirkungen und könnte dem Unternehmen einen schönen Teil vom Kuchen sichern.  

Analysten und Analystinnen gehen davon aus, dass Magforce nach Zulassung der Therapie enorme Umsätze und Gewinne schreiben wird. Lagen die Erlöse des Unternehmens bisher bei deutlich unter 1,0 Millionen Euro jährlich, so könnten es im nächsten Jahr bereits mehr als 30 Millionen Euro sein. Bis 2024 halten Analystinnen bereits Umsätze von mehr als 50 Millionen Euro für erreichbar.  

Bei zweistelliger Marge könnte der Gewinn dann von geschätzt 0,20 Euro je Aktie im nächsten Jahr auf mehr als 0,50 Euro je Anteil explodieren. Bezogen auf das aktuelle Kursniveau wäre das ein spottbilliges 4er-KGV!  

Man muss sich das vorstellen: Vor einem Jahr war Magforce den Anlegern doppelt so viel wert wie heute – und vor fünf Jahren sogar viermal so viel. Die Zulassung der Krebstherapie war damals allerdings noch in weiter Ferne. Jetzt steht die Markteinführung wahrscheinlich kurz bevor, und die Aktie notiert nur knapp über dem Allzeittief.  

Anlegende nutzen die aktuelle Fehlbewertung der Aktie und die tiefen Kurse zum Einstieg. Allein die Meldung zur Zulassung der Therapie könnte Magforce auf ein Zwölfmonatshoch um 5,0 Euro schieben. Mittelfristig – auf Sicht von zwei oder drei Jahren – sind Kurse von über 10,0 Euro zu erwarten.  

Da die Charttechnik mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend und die möglicherweise kurz bevorstehende Zulassung der Therapie schnell weitere Kurssteigerungen erwarten lässt, nehmen wir die Aktie in das Satelliten-Musterdepot auf. Zur Finanzierung des Deals steigen wir bei Rieter aus. Trotz guten Perspektiven ist die Aktie des Textilmaschinenherstellers derzeit einfach nicht gefragt. Nicht einmal die Generalversammlung vergangene Woche konnte positive Kursimpulse bringen.   

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