Ferrari verdient dank der weltweit hohen Nachfrage nach Luxussportwagen prächtig. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sprang im zweiten Quartal um 210 Prozent auf 386 Millionen Euro (415 Mio Franken), wie die italienische Sportwagenschmiede am Montag mitteilte.

Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet. Weltweit wurden im Zeitraum April bis Juni 2685 Fahrzeuge der Nobelmarke mit dem aufbäumenden Pferd ausgeliefert, fast doppelt so viele wie im pandemiebedingt schwachen Vorjahreszeitraum. Besonders hoch war der Zuwachs in Asien, wo Ferrari neue Modelle auf den Markt brachte. Auch in Europa und Amerika legten die Verkäufe zu.

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Anleger reagieren enttäuscht

Die Prognose für den Mittelzufluss im laufenden Jahr hob das Unternehmen auf rund 450 Millionen Euro an. Zuvor waren 350 Millionen in Aussicht gestellt worden. Der Ausblick für Umsatz und Gewinn blieb trotz des kräftigen Gewinnanstiegs dagegen unverändert. Das kam an der Börse nicht gut an. Die Aktie verlor an der Mailänder Börse zeitweise 2,8 Prozent an Wert.

Ferrari profitiert wie andere Hersteller von Luxusautos davon, dass besonders reiche Käufer weniger von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen sind. Dagegen leidet das Volumensegment stärker unter der Krise. Auch bei Volkswagen bekamen die Luxusmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini die Krise weniger zu spüren.