Die chinesische Zentralbank hat vor, dem klimafreundlichen Umbau der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt auf die Sprünge helfen. Sie kündigte dazu am Montag günstige Kredite für Banken an, die ihrerseits Unternehmen bei der Senkung von Kohlendioxid-Emissionen unterstützen. Konkret will die Zentralbank für 60 Prozent der von den Finanzhäusern bewilligten Gelder billige Kredite mit einem Zinssatz von 1,75 Prozent für ein Jahr gewähren. Diese Darlehen können zudem zweimal verlängert werden. Zum Vergleich: Der Referenzzinssatz für Kredite mit einjähriger Laufzeit liegt derzeit bei 3,85 Prozent.

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Kann Exportweltmeister China mehr leisten?

Die Volksrepublik ist der weltweit grösste Verursacher von klimaerwärmenden Treibhausgasen. Der Exportweltmeister stellt allerdings auch sehr viele Waren für andere Länder wie die USA und europäische Nationen her. China will 2030 den Höhepunkt beim CO2-Ausstoss überschritten haben und bis 2060 klimaneutral sein.

Derzeit findet im schottischen Glasgow der Weltklimagipfel statt. Chinas Präsident Xi Jinping nahm nicht persönlich daran teil und wurde deshalb kritisiert. Vor dem UN-Treffen wiederholte China seine bisherigen Ziele, was ebenfalls auf Kritik stiess. Die USA erklärten, das Land könne mehr leisten.

«Der Schutz des Klimas hat noch weiten Weg vor sich»

China hat beim Klimaschutz eigenen Angaben zufolge noch viel vor sich. Es habe zwar einige Verbesserungen gegeben, doch werde es schwierig, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen, räumte der Staatsrat der Volksrepublik laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua ein. «Der Schutz des Ökosystems und des Klimas hat noch einen weiten Weg vor sich», teilte der Staatsrat mit. Die Volksrepublik setze sich daher weitere Ziele unter anderem bei der Luftreinheit und Wasser. So soll der Anteil an guter Wasserqualität in den Küstenregionen auf 79 Prozent steigen und der Anteil an schwer belastetem Wasser quasi auf null sinken.