Die US-Bürgerinnen und -Bürger knausern angesichts der hohen Inflation beim Shoppen. Sie steigerten ihre Konsumausgaben im Mai lediglich um 0,2 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte.

Von Reuters befragte Volkswirte rechneten mit einem doppelt so kräftigen Plus, nach einem Zuwachs im April von 0,6 Prozent.

Die Verbraucher bilden mit ihren Ausgaben das Rückgrat der US-Wirtschaft, da diese zu mehr als zwei Dritteln zum Bruttoinlandsprodukt beitragen.

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Amerikanisches Privateinkommen steigt um 0,5 Prozent

Die persönlichen Einkommen der Amerikaner legten im Mai erneut um 0,5 Prozent zum Vormonat zu. Trotz dieses Zuwachses schmälert die starke Teuerung ihre Kaufkraft.

Ein Inflationsmass, das die US-Notenbank Fed dabei genau im Blick hat, betrachtet die persönlichen Ausgaben der Verbraucher. Dabei bleiben Nahrungsmittel- und Energiekosten ausgeklammert, die stark schwanken.

Hier beschleunigte sich der Anstieg der Teuerung von 0,2 auf 0,6 Prozent, so dass die Einkommensanstiege durch die Inflation im Mai aufgezehrt wurden.

Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins zuletzt wegen des anhaltenden Inflationsdrucks so stark angehoben wie seit 1994 nicht mehr. In den kommenden Monaten ist eine weitere Straffung der Geldpolitik geplant.

(Reuters/bsc)