Verwandlung einer Gesellschaft

Digitalisierung: Pax kooperiert mit Dextra
PAX UND DEXTRA
«Veränderte Kunden­bedürfnisse rufen nach innovativen Geschäfts­modellen», hält Pax-Chef Peter Kappeler fest.
Die Pax geht eine strategische Kooperation mit der Dextra Versicherungen ein und treibt damit die Digitalisierung voran.
by
Redaktion «Schweizer Versicherung»
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Die Pax beteiligt sich mit 25 Prozent an der Dextra Versicherungen AG. Mit dieser Partnerschaft will die Gesellschaft die Potenziale im Bereich Versicherungen nutzen und ihre Digitalisierungsstrategie weiter vorantreiben. Weitere Elemente der Digitalisierungsstrategie sind Partnerschaften mit Betreibern von Online-Tools sowie die Realisation eigener Web-Angebote. «Die Digitalisierung lässt neue Kundenbedürfnisse entstehen, die nach innovativen Geschäftsmodellen und neuen Zugangswegen rufen. Die Chancen, die sich hier bieten, packen wir aktiv an. Dabei setzen wir auf verschiedene Bausteine in unterschiedlichen digitalen Ökosystemen. So sind wir agil am Markt und pro tieren von Synergieeffekten», sagt dazu Peter Kappeler, CEO von Pax.

Strategische Beteiligung

Mit der 25-Prozent-Beteiligung ist Pax der grösste strategische Partner der Dextra Versicherungen AG. Der Direktversicherer bietet die Möglichkeit, eine Motorfahrzeugversicherung schnell, unkompliziert und benutzerfreundlich online abzuschliessen. Das Online-Angebot richtet sich an Broker, die für ihre Kunden eine Versicherung suchen, aber auch an Endkunden, die einen Direkt-Abschluss wünschen. Damit verwendet das Unternehmen ein Vertriebsmodell, das ähnlich wie Pax auf unabhängige Vertriebspartner setzt.

Mit dieser Beteiligung will Pax von einem Know-how-Austausch im Bereich Direktversicherung und im Betrieb von Online-Angeboten profitieren. Damit lassen sich gemäss Peter Kappeler Synergien nutzen, «die den Digitalisierungsprozess bei Pax weiter vorantreiben».

Innovationslabor

Ein wichtiger Baustein in der Digitalisierungsstrategie war die Gründung des Start-ups Creadi AG im Oktober 2016. Creadi ist eine hundertprozentige Tochter der Pax Holding, besitzt aber eine hohe Eigenständigkeit. Als Innovationslabor von Pax ent-wickelt Creadi digitale Geschäftsmodelle und Angebote, die das Unternehmen unter diversen Eigenmarken im Markt lanciert. Im Zentrum stehen user-zentrierte Online-Lösungen, die Endkunden einen bedürf-nis-orientierten und direkten Zugang zu Versicherungsangeboten eröffnen. «Rethink Insurance» ist dabei der Grundsatz des Start-ups. Zwei Angebote hat Creadi bereits entwickelt: Den app-basierten Versicherungsmarktplatz «simpego» und «GoManfred», einen unabhängigen, digitalen Versicherungsberater im Facebook-Chat.

Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie ist Pax zudem eine Kooperation mit der Glarner Kantonalbank (GLKB) eingegangen, die in der Digitalisierung der Schweizer Bankenbranche eine führende Rolle einnehmen will. Seit November 2016 arbeiten Pax und die GLKB im Bereich Hypotheken zusammen. Dabei übernimmt die GLKB für Pax die Verarbeitung und Verwaltung von Hypotheken, die über das Online-Tool «hypomat.ch» der GLKB angeboten werden. Vertieft wurde diese Partnerschaft im Juli 2017. Seit diesem Zeitpunkt vertreibt Pax eine Todesfall-Risikoversicherung über das Online-Angebot «risikomat.ch». Beide Online-Tools werden von der GLKB betrieben, die auch für die Entwicklung verantwortlich ist.

Berufliche Vorsorge online

In diesen Wochen plant Pax zudem die Lancierung eines eigenen Online-Angebots in der Beruflichen Vorsorge für Start-ups. Es soll Firmengründern erlauben, schnell und unkompliziert eine BVG-Lösung für ihr Unternehmen abzuschliessen. Das Angebot richtet sich auch an Vertriebspartner, die im Auftrag ihrer Kunden nach einer passenden Vorsorgelösung suchen.

«Mit all diesen Aktivitäten packt Pax proaktiv die Herausforderungen der Digitalisierung an und setzt dabei bewusst auf eine Strategie, die einen modularen Ansatz verfolgt», betont Pax-Chef Kappeler, denn «die neuen Kundenbedürfnisse und der Wandel im Kaufverhalten verlangen nach Lösungen, die exakt auf die Kundenwünsche zugeschnitten sind und sich flexibel anpassen lassen. Hier verspricht der Einsatz von modularen Angeboten in verschiedenen digitalen Ökosystemen den grössten Nutzen, denn die verschiedenen Komponenten befruchten sich gegenseitig und erlauben einen agilen Umgang mit neuen Herausforderungen der Digitalisierung.» 

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