Trotz überschaubarer Grösse ist Brüssel kosmopolitisch, das vereinte Europa täglich gelebte Realität. Man spürt es auf den Strassen, in den Cafés, den vielen speziellen Museen: Das Klima ist wunderbar international – anders zu leben als die andern, gilt als normal. Überall trifft man entspannte, freundliche Menschen.

Ein Highlight ist die Gastrokultur. Viele gute Restaurants haben lustige Namen, so die klassische Brasserie De Ulti­e-me Hallucinatie, das trendige Bohème­lokal L’Idiot du Village und das auf Vegi-Gourmetküche spezialisierte Bistro Pousse la Porte et tu verras. Manche der besten Restaurants verstecken sich hinter schönen Jugendstilfassaden. Etwa das schlicht-raffinierte Rouge Tomate mit betont gesunder Marktküche und herrlicher Gartenterrasse unter alten Bäumen. Oder das Comme chez Soi, legendärer Feinschmeckertreff.

Ein Dauerbrenner seit 1994 ist die lebhafte, zeitlos moderne Neo-Brasserie Lola an der Place du Grand Sablon – spätabends steigt die Stimmung, wenn regional Berühmte und Besucher aus Antwerpen zum Après-Théâtre-Diner hereinschauen. Der Steinbutt mit Karotten-Kardamom-Risotto und das Lammfilet mit frischen Kräutern auf Gratin dauphinois sind ausgezeichnet.

Zum Kaffee trifft sich tout Bruxelles im grandiosen, denkmalgeschützten A la Mort Subite, im zeitgemässen Bio-Patisserie-Lokal Gaudron oder im gemütlichen Café La Kartchma an der Place du Grand Sablon.

Individuellen Charme strahlen auch die Hotels aus. Das Amigo und das Manos Premier sind zentral gelegene Luxushäuser mit Wohlfühlcharakter. Eine Oase im Stadtgetümmel ist Le Dixseptième. Auch das kleine Orts bezaubert in der Boutiquehotel-Kategorie. Und das Bloom! bietet 305 unterschiedliche Zimmer. Jeweils eine Wand hat ein Künstler zum Thema «Bloom» (Blüte, blühen, Blume) gestaltet. Gemeinsam sind den Zimmern optimale Lichtverhältnisse und die Hightech-Ausstattung mit kostenlosem Wi-Fi-Internet. Ganz gross-zügig wohnt man in den vier Penthouse-Lofts – zu moderaten 152 Euro.

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Jazz wird in Brüssel grossgeschrieben. Die beste Adresse ist für viele L’Archiduc – eine kultige Pianobar, Abend für Abend voll. Die Musiker kommen aus aller Welt, und die Art-déco-Einrichtung hat seit der Eröffnung 1937 kaum geändert. Ebenfalls hervorragend für Jazz und Ambiente: The Music Village bei der Grand-Place. Au revoir, Bruxelles!

Hotels:
Manos Premier, www.manoshotel.com, DZ ab 295 €
Le Dixseptième, www.ledixseptieme.be, DZ ab 200 €
Orts, www.hotelorts.com, DZ ab 120 €
Bloom!, www.hotelbloom.com, DZ ab 67 €

Cafés:
A la Mort Subite, Rue Montagne-aux-Herbes-Potagères 7
Gaudron, Place G. Brugmann 3
La Kartchma, Place du Grand Sablon 17

Lunch:
Pousse la Porte et tu verras, Rue Simonis 62
L’Idiot du Village, Rue Notre-Seigneur 19

Diner:
Rouge Tomate, Avenue Louise 190, www.rougetomate.be
Lola, Place du Grand Sablon 33, www.restolola.be

Jazz:
L’Archiduc, Rue Antoine Dansaert 6, www.archiduc.net
The Music Village, Rue des Pierres 50, www.themusicvillage.com.