Neben Unternehmen wurden Schweizer von der Aufhebung des Mindestkurses überrascht. Dazu zählt auch Tennis-Star Roger Federer, der sich in Melburne auf das «Australian Open» vorbereitet. Trotz seinem Rekord von insgesamt 17 gewonnenen Titeln bleibt der erfolgreichste Schweizer Tennisspieler ganz bescheiden.

An seiner Pressekonferenz zum «Australian Open» ist das Schweizer Tennis-Ass zu Spässen aufgelegt. Auf die Frage, ob starke Aufwertung des Schweizerfrankens auch einen Druck auf Ihn ausübt, gibt er sich gelassen. «Heisst das, dass ich jetzt gewinnen muss?», entgegnet Federer.

Schweizer Werte

«Es hatte weltweit definitiv eine grosse Auswirkung und auch auf mich», kommentiert Federer die Ereignisse der vergangenen Tage. Als einer der Topverdiener, mit Rekordverdächtigen Preisgeldern im Wert von 88,7 Millionen Dollar und weiteren 56 Millionen Dollar durch weitere Auftritte und Sponsoringverträge, trifft ihn die drastische Wechselkursänderung besonders hart. Dennoch gibt sich das Schweizer Aushängeschild bescheiden.

«Für den Export oder Tourismus ist es nicht ideal, aber wir werden uns irgendwie anpassen. Die Schweiz bleibt ein traumhaftes Reiseziel; also bitte kommt.» Eine Einladung von Federer und beste Werbung für Schweizer Tourismusgebiete. Nun bleibt die Hoffnung, dass viele dem Ruf folgend werden.

(bloomberg/lur/ccr)