Die Geschichte der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat vor 150 Jahren nicht prunkvoll, sondern bescheiden begonnen, in der ehemaligen Wohnung des Zeughaus-­Direktors. Einzige Sicherheitsmassnahme der Bank war am Anfang ein Bernhardiner, der als Wachhund nicht nur Verbrecher, sondern auch Kunden abschreckte. Dies und einige weitere Schmonzetten können in einer Jubiläumsschrift über die Anfänge der Bank nachgelesen werden.

ZKB schätzt Mitarbeiter

Heute ist die Bank spendabler, schenkt ihren ­Mitarbeitenden zum Jubiläum 40 Millionen Franken. Das ist grosszügig und zeigt, dass sie die Mitarbeitenden schätzt. Aber gleichzeitig ist es unbescheiden. Vor allem im Verhältnis zum Geschenk an das Zürcher Volk, dem die Bank gehört.

Als Jubi­läums­geschenk erhalten Kanton und Gemeinden 150 Mil­lionen Franken. Umgerechnet sind das pro Einwohner nur rund 100 Franken, während der oder die ZKB-Mitarbeitende im Schnitt 8000 Franken, also acht­zigmal mehr erhalten.

Personal der Bank verdient sowieso schon gut

Dabei verdient das ZKB-Personal sowieso schon überdurchschnittlich viel. Während der Medianlohn im Kanton Zürich deutlich unter 100'000 Franken liegt, steht er bei der ZKB jenseits der 120'000 Franken. Für die Personalkosten der ZKB pro Mitarbeiter – auf Vollzeitstellen umgerechnet – lässt sich sogar ein Betrag von 200'000 Franken berechnen.

Das Geschenk an die Angestellten ist nicht nur hoch im Vergleich zu jenem ans Volk, sondern auch zu jenem an die Kunden. Die gehen nämlich leer aus. Dabei machen sie mit ihrer Treue die Millionengeschenke erst möglich.