Ski-Verkäufer 
Marc Gläser ist seit 2014 Chef beim grössten Schweizer Skihersteller Stöckli. Der 49-Jährige ist der erste CEO, der nicht zur ­Familie Stöckli gehört. Im Jahr verlassen rund 50'000 Paar Ski die Produktion in Malters LU. Im Interview erklärt er, was Geld ihm bedeutet, wofür er am liebsten sein Geld ausgibt und welche Investitionen er am meisten bereut:

Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mein Vater hatte eine grosse Schreinerei. Ab meinem siebten Lebensjahr habe ich in den Ferien oft dort gearbeitet. Ich habe kleine Aufgaben erledigt, wie Schrauben sortieren oder Schleifarbeiten.

Wie haben Sie das Geld ausgegeben?
Ich habe manchmal Freundinnen zum Mittag eingeladen, und mit vierzehn Jahren habe ich auch in Markenkleidung investiert.

Was bedeutet Ihnen Geld?
Unabhängigkeit und die Möglichkeit, Ideen oder Projekte zu ­realisieren. Wenn man Geld hat, kann man Dinge umsetzen, die einem wichtig sind.

Was haben Sie umgesetzt?
Im Dezember habe ich mich mit zehn Prozent bei Stöckli eingekauft. Früher waren es Firmengründungen oder Start-ups, an denen ich mich beteiligt habe. Allerdings existiert keine dieser Firmen heute noch.

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Welche Investition bereuen Sie am meisten?
Keine. All diese Investitionen waren sehr lehrreich. Und sie haben zu der Situation beigetragen, in der ich mich heute befinde. Es waren auch nie riesige Beträge, die ich in den Sand gesetzt habe.

Wofür geben Sie als Stöckli-CEO am liebsten Geld aus?
Für zukunftsträchtige und neue Projekte. Es ist zum einen wichtig, das bestehende Geschäft zu sichern. Aber man muss parallel in die Zukunft investieren, dort, wo die gros­sen Trends liegen, wie im Convenience- und im Sharing-Bereich. Spannende neue Geschäfte im Internet, wie zum Beispiel eine Mietplattform für Ski.

Wofür geben Sie als Privatmann regelmässig Geld aus?
Für den Urlaub mit der Familie. Jetzt bin ich gerade zwei Wochen mit meinen zwei Söhnen und meiner Frau in den USA gewesen. Die wenige Freizeit, die ich habe, verbringe ich am liebsten mit meiner Familie. Dann haben meine Frau und ich noch vier Islandpferde – ein grosses Hobby, in das wir auch Geld investieren.

Sparen Sie fürs Alter, oder geben Sie Ihr Geld gleich wieder aus?
Ich bin eher der Typ, der alles ausgibt. Ich bin zuversichtlich, dass es mir in der Zukunft ­finanziell gut gehen wird. Ich schaue nach vorne und lebe im Hier und Jetzt.

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