Was wird getrunken?
Das mengenmässige Minus von 4,1 Prozent haben die Schweizer Importeure 2013 mit Preissteigerungen in ähnlichem Umfang kompensieren können. Das führte dazu, dass der Umsatz von 112 Millionen Franken (+0,6 Prozent) praktisch stabil blieb. Deutlich zulegen, und zwar mengen- (+18 Prozent) wie wertmässig (+13,4 Prozent), konnte die teuerste Kategorie, also die Cuvées de prestige. Diese High-End-Champagner machen volumenmässig mittlerweile 4,2 Prozent und wertmässig 13,4 ­Prozent des gesamten Schweizer Champagnerumsatzes aus. Klar am gefragtesten sind aber weiterhin die Bruts non millésimés, die Assemblagen aus verschiedenen ­Rebsorten, Gebieten und Jahrgängen. Allerdings büssten sie 2013 volumenmässig 6,6 Prozent an Terrain ein. Und weil der Preisanstieg in dieser Kategorie nur gering war (+1,1 Prozent), resultierte auch umsatzmässig ein Minus von 5,5 Prozent. Ihren seit Jahren anhaltenden Aufwärtstrend bestätigen konnten die Rosés (+1,5 Prozent) ­und die ­Demi-Secs (+7 Prozent). Es sind auch die beiden ­Kategorien, bei denen die Preise im letzten Jahr teilweise ­überdurchschnittlich angestiegen sind.

Was wird bezahlt?
Im Schnitt kostete eine Flasche (im Grosshandel) rund 23 Franken. In der Kategorie der ­Cuvées de prestige war die Flasche durchschnittlich 79 Franken teuer. Rund zwei Fünftel des Champagners in der Schweiz (41,7 Prozent) werden über den Detailhandel ­verkauft, knapp drei Fünftel in der Gastronomie. Im Detail­handel kommt der Champagner bei den Schaumweinen ­volumenmässig auf einen Anteil von 15 Prozent. Nach wie vor die fleissigeren Champagnertrinker sind die Romands.

Was bringt 2014?
In den Rebbergen der Champagne konnten sich die Winzer 2013 einer qualitativ ausge­zeichneten Ernte erfreuen. Auch mengenmässig war 2013 mit 349 Millionen Flaschen oder 12 008 Kilo Trauben pro ­Hektare Rebfläche ein sehr gutes Jahr. Für 2014 haben sich die Winzer und Champagnerhäuser unterm Dach des CIVC auf einen absatzfähigen Ertrag von 10 500 Kilo ­Traubengut pro Hektare geeinigt.

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