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Alain Nicod
Quelle: Alain Nicod

PersonAlain Nicod

Die Beteiligungsgesellschaft VI Partners gehört zu den erfolgreichsten Risikokapitalgebern im Land. Alain Nicod (60) und seine Partner sprechen Geld für Start-up-Gründer mit grossen Ideen und unternehmerischen Eigenschaften. Das Potenzial der Idee, der Wert des geistigen Eigentums und die Qualität des Managements seien die entscheidenden Faktoren bei der Auswahl, sagt der Romand.

Bei der Gründung von VI Partners im Jahr 2002 habe man insbesondere Spin-off-Firmen der Universitäten im Visier gehabt, so Nicod. Seither beteiligte sich seine Firma an 56 Unternehmen mit insgesamt mehr als 200 Millionen Franken. Und der Erfolg kann sich sehen lassen: «Der Verkauf der Hälfte des Portfolios ermöglichte die Finanzierung aller bestehenden Beteiligungen», sagt Nicod.

Nachdem man sich zuerst auf die Schweiz und Firmen in einem sehr frühen Stadium konzentriert hat, investiert VI Partners nun mit einem neuen Fonds auch in fortgeschrittenere Unternehmen und Firmen im Ausland. Dennoch bleibt die Schweiz für Nicod ein guter Standort für Start-ups: «Die Tatsache, dass 50 Prozent der Schweizer Studierenden an einer der 100 besten Universitäten der Welt studieren, verleiht der Schweiz eine weltweit einzigartige Konzentration von Know-how.» Schade sei nur, dass den Schweizern manchmal etwas der Wagemut fehle. Als grösste Erfolgsbeteiligungen kommen Nicod Firmen wie Esbatech, Endosense, Endoart, Nexthink oder Amal Therapeutics in den Sinn. Ein aktueller Favorit sei die Fintech-Firma Sumup, die mobile Bezahlterminals anbietet. «Das Wachstum ist seit Jahren exponentiell, und das Geschäftsmodell ist sehr solide», urteilt Nicod.
 
Der 60-Jährige weiss, wovon er spricht. Er habe schon immer davon geträumt, Unternehmer zu werden, so Nicod. «Im Alter von 29  Jahren gab ich eine prestigeträchtige Stelle bei McKinsey auf, um mich selbstständig zu machen.» Diesen Schritt habe er nicht bereut. Sein bekanntestes Investment liegt schon über 20 Jahre zurück: 1997 gründete er zusammen mit drei Partnern den Online-Supermarkt LeShop, heute im Besitz der Migros. «LeShop war ein schönes Abenteuer. Heute arbeite ich stärker unter dem Radar.» Ob als Gründer oder als Geldgeber und Berater: Nicod ist ein Urgestein der Schweizer Start-up-Szene.
 

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