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Ikea Söhne Jonas, Matthias und Peter
Quelle: PD

PersonGebrüder Kamprad

Ikeas Erben intervenieren, sie negieren ihren Reichtum. Die drei Söhne von Ingvar Kamprad favorisieren ein geschmeidiges Leben hinter den Kulissen. Ein Dasein in der BILANZ-Reichstenliste behagt den Sprösslingen Peter (56), Jonas (54) und Mathias Kamprad (51) nicht. Formaljuristisch mag das Ansinnen des Trios aufgehen, wonach sie in sämtlichen Gremien des Ikea-Imperiums doch nur in der Minderheit seien. Vordergründig scheint das so; doch Beiräte sind austauschbar – bis auf die Nachkommen des genialen Konzernbaumeisters Ingvar Kamprad (1926–2018). Die im Kanton Waadt eingebürgerten Eidgenossen steuern das grossartige Werk, das ihr Vater ab 1943 aufgebaut und immer kunstvoller verschachtelt hatte – mit diskreten Dependancen in den Niederlanden (Ingka) und Liechtenstein (Interogo).

Schon der Stammvater aus Småland in Schweden nutzte jedes sich bietende Versteck, um zu kaschieren. Andererseits kokettierte Kamprad in kleinem Kreis gern damit, dass der Beteiligungsweltmeister Warren Buffett (90) für dessen Konglomerat Berkshire Hathaway dem alten Schweden nur zu gern dessen Lebenswerk abgekauft hätte. Buffett wäre ganz sicher nicht vorstellig geworden, wenn der Möbelgigant mit seiner prall gefüllten Schatzkammer, nämlich allein bei der Ingka Holding gegen 20 Milliarden Euro überschüssiger Liquidität, den mindestens ebenso werthaltigen 374 gigantischen Verkaufstempeln in 30 Ländern, zusätzlich 45 Ingka-Centern, knapp 40 Milliarden Euro Umsatz, weltweit 534 Windkraftanlagen, zwei Solarfarmen in den USA, 920'000 Solarmodulen auf den Ikea-Dächern und 235'000 Hektaren Wald in den baltischen Ländern, Rumänien und den USA, nicht zu kaufen wäre.

(Stand: November 2020)

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