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Kamprad Ikea Soehne
Quelle: ZVG

PersonGebrüder Kamprad

Aus Schweden überrollt eine Klimaschutz-­Kampagne den Globus: Die 16-jährige Greta Thunberg rüttelt auf. Doch noch vor ihrem Protest hatten prominente Schweizer mit schwedischen Wurzeln bereits gehandelt: die Gebrüder Kamprad, Steuermänner des Möbelhaus-Imperiums Ikea. «Nachhaltigkeit ist ein Eck­pfeiler der Strategie», postulieren Peter (55), Jonas (53) und ­Mathias Kamprad (50). Ihr gar nicht zu ­fernes Ziel: «Vollständige Vermeidung von Abfällen und 100-prozentige Wiederverwertung sowie eine positive Klimabilanz in unserer eigenen Geschäfts­tätigkeit.»

Das Trio orderte, noch zu Lebzeiten des Patrons Ingvar Kamprad (1926–2018), Sonnenkollektoren en masse, um die Dächer der bald 400 Ikea-Grossmärkte zu bepflastern. Kamprads liessen 30 Windparks in elf Ländern einrichten. Auf Nachhaltigkeit achten die Sprösslinge parallel in den arrondierten Wäldern. Die eigene Ikea-Forstwirtschaft misst unterdessen mehr als 180 000 Hektaren. Die Investoren können dabei aus dem Vollen schöpfen: Bei knapp 38 Milliarden Euro Umsatz schrumpfte der Jahres­gewinn zwar auf 1,5 Milliarden. Doch der ­sichtbare Überschuss ist nur ein Teil der echten ­Erträge.

So legt die Ikea-Mutter Ingka Daten der profitablen Inter Ikea Group nicht mehr ins Regal. Verborgen bleiben da Zahlen über milliardenschwere Lizenzzahlungen. Allein die bei Ingka offen ausgestellten «überschüssigen liquiden Mittel» stehen mit fast 20 Milliarden Euro in den Büchern. Die Sachanlagen, besonders den Grossgrundbesitz, beziffern Kamprads Buchhalter auf 23 Milliarden Euro. Ergänzt um die jährlichen Ikea-Lizenzrechte in Höhe von drei Prozent des Umsatzes, hüten die drei Kamprad-­Erben aus der Waadt mit diesen drei Positionen umgerechnet rund 55 Milliarden Franken.

 

(Stand: November 2019)

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