Familie und Geld, das ist oft eine schwierige Konstellation. Gleichzeitig bilden aber gerade die engen Familienbande eine gute Grundlage für das gemeinsame Wirtschaften. Darum ist es wohl kein Zufall, dass mehr als ein Drittel der 300 Reichsten keine Individuen sind, sondern eben Familien. In etlichen Fällen handelt es sich um altes Geld: ein Vorvater hat es zu Geld gebracht und die Erben verwalten jetzt das Vermögen. Häufig prägen sie dann auch weiterhin das Familienunternehmen, wie bei den Familien Hoffmann und Oeri, wo in diesem Jahr der erste Vertreter der fünften Generation in den Roche-Verwaltungsrat eingezogen ist.

So ist es auch bei den ewigen Spitzenreitern der Reichsten-Liste, den Kamprad-Brüdern. Sie haben von ihrem Vater und Ikea-Gründer Ingvar die Angewohnheit übernommen, ihr Vermögen kleinzurechnen. So sehr pochen sie darauf, dass sie juristische Schritte versucht haben gegen ihr Listing bei den Reichsten der Schweiz. Dabei lässt sich ihr Einfluss auf den Weltkonzern Ikea nicht abstreiten.

Rasante Vermögensentwicklung

Auch die Familie Safra führt ihre Bank in der zweiten Generation. Durch Übernahmen und gute Geschäftsentwicklung hat sich das Vermögen der Familie rasant entwickelt. Hat es 2016 noch «nur» für Rang 113 gereicht, spielt die Familie Safra seit einigen Jahren auf den vordersten Plätzen mit.

Dagegen verblasst selbst der Aufstieg der Familie Blocher, die 2020 den Sprung in die Top Ten geschafft hat. Dabei haben sie das Familienvermögen innert vier Jahren mehr als verdoppelt. Eine Leistung, die in erster Linie den Schwestern Magdalena Martullo-Blocher (51), Rahel Blocher (44) und Miriam Baumann-Blocher (45) zu verdanken ist, die gemeinsam mehr als 70 Prozent der Aktien bei Ems-Chemie halten.

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