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EXCLUSIVE: Sulzer AG Chief Executive Officer Gregoire Poux-Guillaume checks out of the Greenwich Hotel in New York City.
Quelle: Double Fee!

PersonGrégoire Poux-Guillaume

Grégoire Poux-Guillaume (54) nimmt sich selbst nicht allzu wichtig. Auf die Frage, was seine grösste Stärke sei, antwortet er: «Die Fähigkeit, immer und überall schlafen zu können. Das ist das Einzige, was mich als CEO auszeichnet. Aber das ist sehr wichtig!»

Natürlich ist dies nicht das Einzige, was ihn als CEO auszeichnet. Das bewies er etwa im April, als Sulzer-Mehrheitsaktionär Viktor Vekselberg vom Bannstrahl der US-Sanktionen getroffen wurde. Die Sulzer-Konti waren blockiert, ein geregelter Geschäftsgang unmöglich, nicht einmal die Firmenkreditkarten funktionierten. Übers Wochenende entwickelte man den Plan, durch Sulzer fünf Millionen eigene Aktien zurückzukaufen und so Vekselbergs Anteil unter die Sanktionsschwelle von 50 Prozent zu drücken. Am Donnerstag war der Deal abgeschlossen. Bereits tags darauf hob die US-Regierung die Sanktionen auf. Wie rasch und umsichtig Poux-Guillaume die Krise löste, brachte ihm Lob von allen Seiten ein.

Auch operativ hat der Franzose den Traditionskonzern vorangebracht, seit er vor drei Jahren im 23. Stock des Sulzer-Hochhauses in Winterthur eingezogen war: Umsätze und Margen wachsen, der Bestelleingang ebenfalls, die mittelfristigen Aussichten sind gut. «Es geht aufwärts», sagt er selbst. Der steigende Ölpreis kommt Poux-Guillaume dabei zugute: Knapp die Hälfte des Umsatzes macht Sulzer mit der Öl- und Gasbranche. Diese Abhängigkeit will er reduzieren, indem er in anderen Bereichen zukauft. Gleichzeitig baut der 48-Jährige das Servicegeschäft aus. Bis Sulzer wieder in altem Glanz erstrahlt, hat Poux-Guillaume noch einiges zu tun. Aber zumindest hat er den Konzern aus der jahrelangen Negativspirale befreit.

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