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Quelle: ZVG

PersonPéter Fankhauser

Anybotics schickt Hunde dorthin, wo kein Mensch freiwillig hinwill. Roboterhunde, um genau zu sein. Laufgesteuerte Hightech-Fifis. 145 000 Franken kostet der rot-graue Robo-Dog namens Anymal, und er hat einiges drauf. Mit seinen vier Beinen, ausgestattet mit Lasersensoren, Kameras und Scanner-Gerät, inspiziert und überwacht er Anlagen in Wasserkraftwerken und Windkraftanlagen ebenso wie in Chemiearealen oder auf Offshore-Plattformen. Nach seinen Erkundungstouren kehrt das Robo-Tier treu zu seiner Dockingstation zurück und übermittelt per W-LAN die Daten, die es gesammelt hat. Nicht rollend, sondern laufend, wie ein echter Hund: «Vier Beine sind für einen solchen autonomen Roboter besser geeignet als Räder oder Raupen», sagt Anybotics-CEO Péter Fankhauser, «weil Anymal so auch klettern und Treppen steigen kann.» Oder auch mal elegant ein Hindernis überwindet. Das ist beispielsweise auf Baustellen wichtig, wo immer mal wieder ein Kabel herumliegt oder andere Unebenheiten auftreten können. In solchen Gebieten tigert das treue Tier etwa für Kunden wie das Bauunternehmen Losinger Marazzi nach genauem Plan herum und dokumentiert den Baufortschritt. Anymal ist bereits in der vierten Generation unterwegs; aktuell arbeitet man bei Anybotics an einer fünften Ausgabe, die dann auch in explosionsgefährdeten Umgebungen eingesetzt werden soll. Als Geburtsdatum plant Fankhauser mit 2022. Neben Losinger Marazzi führt das Zürcher Start-up Kunden wie den deutschen Chemiemulti BASF oder den malaysischen Mineralölkonzern Petronas in seinem Portfolio, eben erst hat eine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Motorspezialisten Maxon eingesetzt. Daneben wird aktuell auch ausgelotet, in welcher Art und Weise Anymal für den Bahnbauer Stadler Rail aktiv werden könnte. Für die nähere Zukunft plant Fankhauser, der an der ETH doktoriert hat, einen Ausbau der Anybotics-Belegschaft auf über 100 Köpfe. Dabei werden vor allem Profis aus den Bereichen Sales und Marketing gesucht. Und weil sich nicht jede und jeder dauerhaft einen (Robo-)Hund für 145 000 Franken leisten kann, wird an neuen Preismodellen getüftelt: «Wir sind jetzt daran, auch ein Mietmodell zu etablieren», sagt Fankhauser.
 

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