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Peter und Daniela Spuhler, 2019
Quelle: David Biedert

PersonPeter Spuhler

Geld ist für Peter Spuhler vor allem Mittel zum Zweck. Von den rund 1,5 Milliarden Franken Erlös aus dem Börsengang seiner Stadler Rail hat er bereits ein Drittel reinvestiert – in seine Beteiligungen an Stadler, Rieter, Autoneum und dem Kommunalfahrzeugbauer Aebi Schmidt. Eine Milliarde will der 60-Jährige über die Leasing­gesellschaft European Loc Pool (ELP) in Lokomotiven anlegen und diese an Bahnen und Logistikunternehmen vermieten. Stadler baut selber ­Loko­motiven, und Leasing kann im Geschäft mit klammen Staatsbahnen die ­Eintrittskarte sein. 

Mit dem IPO von Stadler Rail wurden erstmals Ertragszahlen veröffentlicht. Im ersten Halbjahr blieb von den 1,1 Milliarden Franken Umsatz ein Reingewinn von 28 Millionen Franken, wobei das zweite Halbjahr in der Regel stärker ausfällt. Für das Gesamtjahr werden ein Netto-Umsatz von 3,5 Milliarden Franken und eine Ebit-Marge von 7 Prozent erwartet. Das Bahngeschäft ist ganz offensichtlich kein Goldesel. 

Im kompetitiven Umfeld kennt Spuhler aber nur eine Richtung: nach vorne schauen und wachsen. Der Auftragsbestand lag Mitte Jahr mit 14,4 Milliarden Franken auf Rekordhöhe. An 7 Produktions- und über 40 Service­standorten werden rund 10 500 Mitarbeitende beschäftigt. Ein Joint Venture mit einem indonesischen Schienenfahrzeughersteller ermöglicht den lang angestrebten Schritt in den südostasiatischen Raum. Stadler ­bietet eine umfassende Produktepalette im Bereich der Vollbahnen, im Stadtverkehr, bei Lokomotiven und im Tailor-made-Bereich. Zudem ist man Weltmarktleader bei Zahnradbahnfahrzeugen. 
 

(Stand: November 2019)

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