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Daniela und Peter Spuhler, 2020
Quelle: David Biedert

PersonPeter Spuhler

Die Corona-Krise beutelt auch den Schienenfahrzeugbauer Stadler Rail und seinen Hauptaktionär Peter Spuhler (61). Der Umsatz sank im ersten Halbjahr um 16 Prozent auf 0,9 Milliarden Franken. Die Ebit-Marge beträgt noch magere 0,5 Prozent. Gleichwohl bleibt der Ausblick positiv – sofern die Pandemie nicht weiter einbremst. Das Unternehmen verweist auf volle Auftragsbücher: Der Auftragseingang stieg im ersten Semester um 35 Prozent, und der Auftragsbestand erreicht mit 16,8  Milliarden ein Rekordhoch. 

Als ob die Corona-Bremse nicht schon genug Probleme gebracht hätte, muss Spuhler auch noch einen neuen CEO suchen. Der Abgang von Thomas Ahlburg im Mai kam überraschend. Die Rede ist von strategischen Differenzen. Spuhler ist nun wieder CEO und VR-Präsident in Personalunion. Gelassener nimmt der Patron das Auf und Ab an den Börsen. Seine Beteiligungen an Stadler, Rieter und Autoneum haben im laufenden Jahr zwischen 3 und 40  Prozent an Wert eingebüsst. Auch der Kommunalfahrzeugbauer Aebi Schmidt, an dem Spuhlers PCS Holding die Mehrheit hält, spürt nach dem Rekordjahr 2019 den raueren Konjunkturwind. 

Dieser Tage hat Spuhler für seine Hobbys wie Tauchen oder Skifahren wenig Zeit. Zu seinem Doppeljob bei Stadler kommt das VR-Präsidium bei der Aebi Schmidt Group; zudem sitzt er in den Boards von Rieter, Autoneum, Allreal, Robert Bosch und European Loc Pool sowie weiterer nicht börsenkotierter Gesellschaften. Ob sein Sohn Lucas ihm dereinst nachfolgt, ist offen. Der 29-Jährige führt eine Produktionseinheit im neuen Stadler-Werk in St. Margrethen. 

(Stand: November 2020)

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