Die Schweiz sieht sich nicht gerne als Steuerparadies, ein Tiefststeuerland bleibt sie alleweil: Die Gewinnsteuern für Unternehmen gehören zu den weltweit tiefsten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Tarife letztes Jahr sogar noch gesunken, wie die Grafik der Woche zeigt.

Grafik der Woche - Unternehmenssteuern 2

Die Schweiz besteuert Unternehmensgewinne im Schnitt mit 15,12 Prozent  - Kantone wie Luzern, Zug oder Glarus locken sogar mit deutlich tieferen Steuersätzen.

 

Quelle: KPMG/Statista

Bis vor kurzem boten gewisse Kantone internationalen Konzernen eine Sonderbehandlung. Weil dies nun nicht mehr möglich ist, – die Schweiz setzte der Praxis auf internationalem Druck ein Ende - versuchen die Kantone mit Steuersenkungen die Konzerne bei Laune zu halten.

Der nächste Kampf gegen Steueroasen wie die Schweiz

Die US-Regierung fordert eine weltweite Mindeststeuer für Unternehmen. Auch die Briten wollen Schluss machen mit dem Steuerwettbewerb.

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Die USA fordern globale Steuerregeln

Doch nun werden die Regeln im internationalen Steuerwettbewerb vielleicht bald neu geschrieben – und die Schweiz könnte dabei zu den Verlierern gehören. So drängt die Länderorganisation OECD schon länger auf globale Mindeststeuern.

Auch der Internationale Währungsfonds IWF spricht sich seit neustem gegen tiefe Steuern aus – und nun schlägt sogar die neue US-Regierung ähnliche Töne an. Kurz: Die Schweiz bleibt unter Druck, ihre Steuern zu erhöhen.

(mbü)