Die Genossenschaft Migros Aare reagiert mit einer neuen Strategie auf das «herausfordernde Marktumfeld», wie das Unternehmen mitteilt. Neben der Senkung von Sachkosten werde es zum Abbau von circa 300 Arbeitsplätzen kommen – verteilt über die nächsten 24 Monate.

«Der Abbau erfolgt so sozialverträglich wie möglich, in erster Linie über natürliche Fluktuationen und interne Anschlussmöglichkeiten», heisst es in der Mitteilung.

Im Hintergrund steht ein Effizienzprogramm namens «Fokus», bei dem über gut 100 Initiativen 3 Prozent des Umsatzes eingespart werden sollen. Das wären gut 100 Millionen Franken. Der Zeitrahmen: Bis Ende 2021.

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Aktuell erwirtschaftet Migros Aare einen Jahresumsatz von gut 3,4 Milliarden Franken, wobei sie mit knapp 12'000 Mitarbeitern die Kantone Aargau, Solothurn und Bern abdeckt – unter anderem mit 126 Supermärkten, 29 Einkaufscentern, 62 Fachmärkten und gut 70 Gastronomiebetrieben. Im Jahr 2018 resultierte ein Gewinn von 35 Millionen Franken.

«Position der Stärke»

«Wir handeln heute aus einer Position der Stärke», sagt Geschäftsleiter Anton Gäumann: «Unsere Strategie kann nur dann zum Erfolg werden, wenn sie durch eine effiziente und schlagkräftige Organisation gestützt wird. Die Migros Aare will diesen Schritt tun, um langfristig wettbewerbsfähig und rentabel zu bleiben.» Für die Entlassenen komme ein freiwilliger Sozialplan zur Anwendung.

Der Abbau steht auch im Rahmen einer umgreifenden Anpassung des Migros-Konzerns, bei dem insbesondere die Tochtergesellschaften Globus, Depot, Interio und M-Way verkauft werden. Hinzu kommen Effizienz-Programme:

(gku / rap)