Die Loser-Generation an der Börse

Die Generation Z – also Menschen, die nach der gängigen Definition zwischen 1997 und 2012 geboren wurden – wird es an der Börse sehr, sehr viel schwerer haben, zu vernünftigen Renditen zu kommen, als alle früheren Generationen zuvor. Hauptgrund dafür sind die niedrigen Zinsen: «Unsere Forschung zeigt, dass niedrige Realzinsen niedrige reale Vermögensrenditen ankündigen», sagt Paul Marsh von der London Business School. Für die jungen Berufsleute und Teenager von heute ist das natürlich bitter (falls sie sich denn tatsächlich fürs Investieren an der Börse interessieren). Für Banken und Vermögensverwalter dagegen eine grosse Chance: Wenn es schwierig ist, Rendite zu machen, braucht es ihre Expertise umso mehr. Was meinen Sie? Werden die Profis die Chance nutzen und der Gen Z massgeschneiderte (digitale) Angebote machen? Ich habe grosse Zweifel, aber ich hoffe es! Mehr zum Thema lesen Sie hier bei Kollegin Melanie Loos

 

Jede fünfte Beiz überlebt die Corona-Krise nicht

Gastrosuisse schlägt Alarm. Gemäss einer Umfrage des Beizerverbandes wird eines von fünf Restaurants in der Schweiz den Lockdown nicht überleben. Klingt dramatisch und ist es auch. Jedenfalls für die Betroffenen. Gleichzeitig frage ich mich: Werden wir die konkursiten Lokale wirklich vermissen? Ja, wenn es sich um die womöglich einzige Dorfbeiz handelt. Und nein: Viel zu viele Restaurants in der Schweiz, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, bieten ihren Gästen schlicht Austauschbares an: lieblose Menüs aus Convenience-Massenware, Interieurs von Vorvorgestern – und das notabene zu Preisen, die ich jetzt mal sportlich nennen möchte. Ich liebe authentische Beizen, die mit Herzblut geführt werden, egal ob Trink-Spelunke oder Edel-Thai. Das Problem ist halt: Viele Beizen sind blosse Verpflegungsangebote. Sie hätten auch ohne Corona keine Zukunft. Mehr zum Thema lesen Sie hier (Ihren Shitstorm dürfen Sie hierher senden: marcel.speiser@handelszeitung.ch).
 

Lunch Topics: Scharfe Business-News

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Die Neobanken üben das Erwachsenwerden

«Die verdienen ja kein Geld.» «Das sind nur Nischenangebote.» «Das wird wahres Banking nie ersetzen.» Wenn Banker über rein digitale Bankangebote reden, tönt das irgendwie wie damals, als die Plattenhändler die ersten MP3-Files sahen. Und überhaupt: Sucht der Bankkunde nicht primär die persönliche Beratung? Nein, das tun er und sie zunehmend nicht mehr. Anders ist der starke Zulauf nicht zu erklären, den die noch jungen Digitalangebote um Neon, Zak, Viac oder Yapeal derzeit erleben. Denn diese machen vieles anders als die verstaubten Traditionsbanken. Sie sind längst nicht mehr einfach billiger, wie Kollege Michael Heim hier HZ+ beschreibt. Manchmal sind sie sogar teurer.
 

Meet the Kamblys

Geschäftsführer Dania und Nils Kamply fotografiert im Sitzungszimmer von Kambly in Trubschachen, Schweiz.
Quelle: Raffael Waldner

Dania und Nils Kambly sind ein besonderes Paar. Sie führen den Backwaren-Hersteller Kambly in Trubschachen in vierter Generation. Sie leben und arbeiten zusammen, sind eine Familie. Und sie müssen in ihrem Familienunternehmen Tag für Tag die richtige Balance finden zwischen Tradition und Innovation. Für die beiden kommt zum Beispiel nicht infrage, das Rezept für Bretzeli auch nur ein My zu verändern. Gleichzeitig ist es für die jungen Kamblys logisch, dass sie ihre Premium-Produkte in China auch online verkaufen. Kambly betreibt Flagships auf den chinesischen Plattformen Tmall und JD. Lesen Sie hier HZ+ das Interview (von Kollege Marc Bürgi und mir) mit der Unternehmerin und dem Unternehmer HZ+. Ich versichere Ihnen: Es lohnt sich.

Die besten Arbeitgeber der Schweiz: Nach Branchen

Rivella ist der beste Arbeitgeber der Schweiz. Das wissen wir seit gestern (siehe hier). Aber wie sieht es in Ihrer Branche aus, geschätzte Leserinnen und Leser? Kollege Stefan Mair gibt Ihnen hier die Übersicht. Fein säuberlich aufgedröselt nach 20 wichtigen Branchen. Sei es im Bereich IT, sei es im Detailhandel. Sei es im Gesundheitswesen oder bei Gross- und Kleinbanken. Schauen Sie rein! Vielleicht ist ja Ihr Arbeitgeber auch dabei?


Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. Zunächst aber natürlich noch en Guetä!
Marcel Speiser
Stv. Chefredaktor
«Handelszeitung»

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