Beim Lockdown spielten die Banken mit ihren Notkrediten eine zentrale Rolle. Zukünftig will sich auch die Versicherungsbranche verstärkt einbringen – und lanciert die Idee eines Pan­demie-Pools, und zwar als «vorfinanzierte öffentlich-private Lösung», wie Swiss-Re-CEO Christian Mumenthaler vor einigen Wochen in einem Gespräch mit BILANZ anregte.

Inzwischen hat sich einiges getan: Finanzminister Ueli Maurer hat das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) beauftragt, die Mach­barkeit einer Pandemieversicherung zu prüfen, welche die wirtschaftlichen Folgen einer künftigen Pandemie auffangen oder zumindest lindern soll. Ein Projektteam, bestehend aus Mitgliedern der Verwaltung und der Versicherungsbranche, wird bis Ende September 2020 einen ­Bericht ausarbeiten.

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Grössenordnung noch unklar

Details sind noch nicht bekannt, «wir sind derzeit an der Auslegeordnung», sagt Urs Arbter, stellvertretender Direktor des Versicherungsverbands. Auch zur möglichen Grössenordnung – Mumen­thaler sprach von einer «Gesamtkapazität von Versicherungswirtschaft und öffentlicher Hand zwischen 10 bis 20 Milliarden Franken» – könne er derzeit keine Stellung nehmen. Das hänge unter anderem davon ab, ob sämtliche Branchen oder nur die Betroffenen eingebunden würden.